Göppingen "Klinik enorm vorangebracht"

Regierungspräsident Johannes Schmalzl applaudiert Friedrich Schumm (r.): Der frühere Ärztliche Direktor der Neurologischen Klinik des Göppinger Christophsbads ist mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Foto: Carlucci
Regierungspräsident Johannes Schmalzl applaudiert Friedrich Schumm (r.): Der frühere Ärztliche Direktor der Neurologischen Klinik des Göppinger Christophsbads ist mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Foto: Carlucci
MARGIT HAAS 12.01.2012
Ihren guten Ruf verdankt die Neurologische Klinik des Göppinger Christophsbads ganz wesentlich Professor Friedrich Schumm. Dafür wurde er jetzt im Rathaus mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

"Bei dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland handelt es sich um die einzige allgemeine Verdienstauszeichnung und damit die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht", betonte Regierungspräsident Johannes Schmalzl am Dienstagabend im Göppinger Rathaus bei der Verleihung der Auszeichnung an den früheren Ärztlichen Direktor der Neurologischen Klinik des Göppinger Christophsbads, Professor Dr. Friedrich Schumm.

"Das Christophsbad ist nur zu dem geworden, was es ist, weil immer großartige Männer an der Spitze standen, die in ihrer Fachdisziplin weit über den aktuellen Stand hinausgesehen haben, die über der medizinisch-fachlichen Leitung eines komplexen Klinikbetriebes nie die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens und zugleich die Bedürfnisse der Patienten aus den Augen verloren haben", sagte Oberbürgermeister Guido Till in der von Heike Müller und Nikola Sommer musikalisch umrahmten Feierstunde. "Seit 1984 gehören Sie diesem großartigen Team des Christophsbads an und haben mit Ihrer Arbeit diese Einrichtung enorm vorangetrieben", so Till weiter. Auch nach seinem 65. Geburtstag sei Schumm an der Neurologischen Klinik weiter mit besonderen Aufgaben befasst gewesen. Darüber hinaus ist Professor Schumm " außerdem Mitbegründer der Deutschen Myasthenie Gesellschaft (DMG) und hat durch sein Fachwissen auf dem Gebiet des neurologischen Krankheitsbildes Myasthenia gravis in erheblichem Umfang dazu beigetragen, den erkrankten Menschen zu helfen. Er ist seit der Gründung der DMG im Jahr 1986 Vorsitzender des Ärztlichen Beirates", betonte der Regierungspräsident Schumms großes ehrenamtliche Engagement, zu dem auch die Arbeit in der Dr.-Heinrich-Landerer-Stiftung zählt.

Aufgrund seiner Tätigkeit für die Bekämpfung der Myasthenia gravis habe sich Professor Schumm national und international in Fachkreisen der Neurologie einen herausragenden Ruf als Spezialist erworben.

Bernhard Wehde, Geschäftsführer des Christophsbads, sagte: "Die Neurologische Klinik ist mit Ihnen erst erwachsen geworden und hat dank Ihnen Universitätsniveau erhalten. Wir sind stolz auf das, was Sie innerhalb und außerhalb des Christophsbads geleistet haben."

Friedrich Schumm dankte seinen Mitarbeitern, aber auch der Klinikleitung, die seine manchmal "abstrusen und hypertrophen Vorstellungen unterstützt hat". Der Geehrte freute sich, dass es gemeinsam gelungen sei, "unsere Patienten sozial zu integrieren".