„Tagtäglich ist in der Presse zu lesen, dass die Lage auf dem Wohnungsmarkt immer angespannter wird“, sagt Wolfgang Baumung. „Auch Geringverdiener, Alleinerziehende und Rentner finden kaum noch eine bezahlbare Wohnung“, ist die Erfahrung des Leiters der Wohnungslosenhilfe im Landkreis Göppingen. „Auffallend ist, dass zunehmend Frauen von Wohnungslosigkeit betroffen sind und auch Mütter mit ihren Kindern obdachlos werden“, fährt der Leiter des „Haus Linde“ fort.

Der Verein habe deshalb schon vor Jahren im Göppinger Norden ein älteres Gebäude gekauft, in dem diese Frauen und ihre Kinder untergebracht werden können. In dem Haus mit drei Wohnungen leben derzeit zwölf Personen, die Hälfte sind Kinder und Jugendliche. Der Blick in eine Zimmerecke in einer der drei Wohnungen offenbart „einen erheblichen Schimmelschaden, der eine professionelle Schimmelbeseitigung sowie die Isolierung der Außenwände erforderlich macht“, sagt Baumung.

Aktuell sei dieses Zimmer der Wohnung nicht mehr bewohnbar. Zu groß sei die Gefahr, so Wolfgang Baumung, dass durch die Schimmelbildung dauerhaft gesundheitliche Schäden entstehen Seine Bewohner mussten deshalb bereits ausquartiert werden in eine Wohnung, die deshalb vorläufig für die Unterbringung von obdachlosen Frauen nicht zur Verfügung steht. „Deshalb ist die Sanierung unumgänglich“, betonen Baumung und sein Mitarbeiter Andreas Grupp.

Eigene Mittel reichen nicht aus

Aus eigenen Mitteln kann der Verein Haus Linde die Kosten nicht finanzieren. Für die Wohnbereiche kann er auf Mieteinnahmen zurückgreifen. Die reichen aber für größere Investitionen bei Weitem nicht aus. „Wir sind deshalb auf Spenden angewiesen“, sagt  Baumung.