Politik Heike Baehrens: „Die Arbeit hat erst begonnen“

Heike Baehrens hofft auf die Wende für die SPD.
Heike Baehrens hofft auf die Wende für die SPD. © Foto: Privat
Kreis Göppingen / Helge Thiele 02.08.2017
Heike Baehrens kämpft um den Wiedereinzug in den Deutschen Bundestag.

Ihren Jahresurlaub hatte sie vorverlegt in die Pfingstferien. Mit dem Fahrrad war Heike Baehrens rund um Berlin unterwegs. Jetzt, wenn andere die Ferien genießen, macht die Göppinger SPD-Bundestagsabgeordnete Wahlkampf. Für ihre Partei – und in
eigener Sache. Denn nur weil sie drei Tage vor der Bundestagswahl ihren 62. Geburtstag feiert, heißt das nicht, dass Heike Baehrens keinen Spaß mehr an der Politik hat. Ganz im Gegenteil. Die Sozialdemokratin möchte ihre Arbeit im Bundestag für weitere vier Jahre fortsetzen – nicht zuletzt aus der Erkenntnis heraus, „dass man die Dinge, weil sie sehr komplex sind, erst nach und nach bewegen kann.“ Vier Jahre sind da mitunter keine Zeit, betont Baehrens. Dank der SPD seien für die Bürger zwar wichtige Weichenstellungen vorgenommen worden, zum Beispiel mit der Einführung des Mindestlohns oder durch die Pflegestärkungsgesetze. Doch die Arbeit habe erst begonnen.

Dass die SPD in den Umfragen derzeit nicht dort steht, wo sie bei der Bundestagswahl am 24. September landen will, versetzt die 61-Jährige nicht in Panik. „Wir wissen aus vorangegangenen Wahlen, dass sich das auch schnell wieder in eine andere Richtung entwickeln kann“, meint Baehrens.

Sie wünscht sich für die SPD ein Ergebnis von „30 Prozent plus x, damit honoriert wird, was wir hinbekommen haben“. Baehrens ist überzeugt davon, dass der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz „in den wichtigen Debatten punkten wird“. Er könne gut erklären und er vermittle Inhalte. „Er ist näher an den Lebensthemen der Menschen dran“, sagt Baehrens. Das habe Schulz der Kanzlerin voraus, „Frau Merkel hat die Themen aus dem Blick verloren, die die Menschen im Alltag beschäftigen“. Als Beispiel nennt Baehrens die Digitalisierung und deren Auswirkungen auf die Arbeitswelt: „Das ist eine Aufgabe, die wir als Gesellschaft anpacken müssen.“

Für die Organisation ihres Wahlkampfs hat sich Heike Baehrens die Unterstützung eines angehenden Mathematikers gesichert. Der Student heißt Mathias Ritter, ist 23 Jahre jung, Mitglied in der SPD seit 2012 und Pressereferent des SPD-Ortsvereins Eislingen.

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