"Der Bedarf des Netzwerks war da"

Dr. Stefan Ittner, Frank Weber und Jochen Schädel (von rechts) haben eine Kooperation zur Zusammenarbeit vereinbart. Foto: Constantin Fetzer
Dr. Stefan Ittner, Frank Weber und Jochen Schädel (von rechts) haben eine Kooperation zur Zusammenarbeit vereinbart. Foto: Constantin Fetzer
CONSTANTIN FETZER 08.02.2012
Die TPS GmbH aus Albershausen hat die Handelsvertretung für die Blechbearbeitungs-Sparte des Weilheimer Unternehmens Bachofer GmbH & Co. KG übernommen und ist bundesweit unterwegs.

Herr Schädel, Sie haben im Bereich der Blechbearbeitung eine Kooperation mit der Firma Bachofer geschlossen. Warum?

JOCHEN SCHÄDEL: Ich bin seit einigen Jahren als Dienstleister und Teilehändler im ganzen Bundesgebiet und darüber hinaus unterwegs - vor allem im Bereich der Antriebstechnologien wie Zahnräder sowie in der Dreh- und Frästechnologie. Die Ergänzung dieses Spektrums mit Blechteilen war hier eine logische Konsequenz der Weiterentwicklung und des Wissenstransfers. Mit der Firma Bachofer habe ich einen Partner gefunden, der in diesem Bereich sehr gut aufgestellt ist und gleichzeitig Bedarf an meinem Netzwerk hatte - dadurch ergänzen wir uns hervorragend.

FRANK WEBER: Wir wollten unseren Bereich der Blechbearbeitung stärken und haben nach Partnern gesucht, die für uns als Handelsvertretung Strategien entwickeln - und genau das haben wir mit Herrn Schädel und seinem Unternehmen gefunden. Er ist für uns bundesweit aktiv, kann die Kunden vor Ort beraten und von unserem Leistungspotenzial überzeugen. Seit gut einem halben Jahr arbeiten wir deshalb intensiv zusammen und ziehen eine positive Zwischenbilanz.

Was macht die Firma Bachofer?

DR. STEFAN ITTNER: Bachofer besteht seit 1888 - ein echter Traditionsbetrieb also. Unsere überwiegend regionalen Kunden kommen aus unterschiedlichen Branchen. Und obwohl der Bereich Feuerverzinkerei weithin bekannt ist, liegt der historische Ursprung des Unternehmens in der Blechbearbeitung. Damit diese auch in Zukunft ein wichtiges Standbein darstellt, sind wir die Kooperation mit Herrn Schädel von der TPS GmbH eingegangen. Er wird als Handelsunternehmen unsere Präsenz am Markt verstärken.

Warum nur für die Blechbearbeitungssparte?

ITTNER: Unsere Vertriebskanäle für die Feuerverzinkerei sind bereits gefestigt, sodass wir dort momentan keinen Außendienst oder eine Handelsvertretung im klassischen Sinne benötigen. Das Ziel ist, die im Blechbereich vorhandenen starken Potenziale über neu zu erschließende Vertriebswege am Markt zu platzieren. Ich denke, dass wir mit der Kooperation diesbezüglich sehr gut aufgestellt sind.

Mit welchen Vorteilen wollen Sie auf dem Markt punkten?

WEBER: Es ist die große Erfahrung sowohl in der Branche als auch der langjährigen Mitarbeiter, die weit mehr können, als nur Maschinen zu bedienen. Darum sind wir neben den großen Serien auch in kleinen Produktionsauflagen stark - bis hin zur Einzel- und Prototypenanfertigung. Diese Flexibilität ist am Markt gefragt. Zudem können wir auch Synergien mit weiteren Leistungen innerhalb des Unternehmens und mit leistungsfähigen Partnern bieten.

SCHÄDEL: Man darf nochmals betonen: Die Firma Bachofer ist mit 15 qualifizierten Mitarbeitern, die einen modernen Maschinenpark einzusetzen wissen, aber auch die Fähigkeit besitzen, Aufgaben der Blechbearbeitung in der Tradition des Handwerks zu lösen, gut aufgestellt. Gepaart mit einer schnellen Reaktionszeit wird Bachofer so zu einem schlagkräftigen Partner - und genau das ist auf dem Markt oftmals gefragt.

Gerade die Zulieferindustrie in Ihrem Bereich hat in den vergangenen Jahren nicht die beste wirtschaftliche Zeit gehabt. Wie war das bei Ihnen?

ITTNER: Wie gesagt: Wir haben ein sehr breites Spektrum an Kunden. Und wir sind auch deshalb gut durch die Krise gekommen, weil wir eben viel mehr sind als nur die klassische Maschinenbau- und Automobilzulieferfirma. Denn in diesen Bereichen erwirtschaften wir nur einen Teil des Umsatzes und das ist sicher mit ein Grund, warum wir als Unternehmen seit vielen Jahrzehnten solide arbeiten und das auch in Zukunft tun können.

SCHÄDEL: Von der Kooperation profitieren ja alle, denke ich: Mein Unternehmen hat eine Erweiterung des Portfolios, und durch mein Netzwerk gibt es eine Vielzahl an potenziellen Kunden für Bachofer. Und nicht zuletzt ist es der Kunde, der hier vom Know-how aller Experten einen Nutzen hat.

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