Traditionskonzert „Blasmusik aus Göppingen“  begeistert das Publikum

Die Musikvereinigung Göppingen-Holzheim, dirigiert von Markus Heim, entführte auf die Insel Mallorca. Foto: Giacinto Carlucci
Die Musikvereinigung Göppingen-Holzheim, dirigiert von Markus Heim, entführte auf die Insel Mallorca. Foto: Giacinto Carlucci © Foto: Giacinto Carlucci
Göppingen / ULRIKE LUTHMER LECHNER 11.10.2016

Ein Fest für die Ohren mit sattem und vielfältig „blitzendem“ Sound von vier Blasmusikorchestern begeisterte rund 500 Besucher bei der 31. Auflage von „Blasmusik aus Göppingen“ in der Stadthalle. Die vier befreundeten Blasmusik-Orchester – der Musikverein Faurndau, die Musikkapelle Hohenstaufen, die Musikvereinigung Göppingen-Holzheim sowie das Städtische Blasorchester überzeugten mit ihrer Leistung und setzten kulturelle Glanzpunkte.

Mit dem Werk „A little Opening“ von Thiemo Kraas starteten alle 200 Musiker gemeinsam unter dem  Dirigat von Martina Rimmele  in einen akustisch genussvollen Abend. Können, Präzision und mitreißende Interpretationen dominierten während des rund zweistündigen Konzerts, das von Silke Bonk mit wunderbaren Einführungen begleitet wurde. Mit der Musikkapelle Hohenstaufen unter Leitung von Jürgen Merkle ging es auf die Suche nach „Arethusa“. Die tragische Geschichte der Nymphe spiegelt sich in Johan Nijs Komposition in abwechslungsreichen Klangbildern wider.

Heraus aus diesen klangvollen Meerestiefen entführte die Musikvereinigung Göppingen-Holzheim, dirigiert von Markus Heim, mit der Komposition „Sa Musica“ von Jacob de Haan auf die Insel Mallorca. Nach Melancholie und spanischem Feuer erzählte der Musikverein Faurndau – am Taktstock Wolfgang Bihr – mit spannungsgeladener Musik in seinem konzertanten Beitrag die Geschichte von „Moby Dick“, die von dem Österreicher Michael Geisler komponiert wurde. In der mit mysteriösen Klängen, einer farbenreichen Instrumentierung und  einem bezaubernden Oboen-Solo bestechenden Komposition „Persis“ von James Hosay präsentierte sich das Städtische Blasorchester unter Leitung von Martina Rimmele.

Ein hohes Maß an musikalischem Ausdruck und Perfektion, verbunden mit großer Spielfreude, zeichneten die Orchester auch im volkstümlich geprägten Teil aus. Die Musikkapelle Hohenstaufen lieferte mit der schwungvollen Polka „Von Freund zu Freund“ (Martin Scharnagl) und dem Duett von Flügelhorn und Tenorhorn dafür das beste Beispiel. Mit einem der meistgespielten Märsche der Welt, dem „Florentiner Marsch“ von Julius Fucik sorgte das Städtische Blasorchester für beste Stimmung.

Wilder und reißender Rhythmus

Im dritten Teil des Konzerts standen moderne Blasmusikkompositionen und Arrangements im Vordergrund. Samba,  fließender Rhythmus, wild, manchmal reißend und trotzdem immer gebändigt in einem stabilen Tempo, ähnlich wie fließendes Wasser, von diesen Gedanken ließ sich Gilbert Tinner inspirieren. Lebhafte Rhythmusgruppen tanzen in allen Registern mal ruhig und auch etwas wild auf den rhythmischen Wellen des „Sparkling Samba“, die der Musikverein Faurndau intonierte. Die  Besucher applaudierten begeistert und erhielten dafür drei Zugaben, darunter den „Göppinger Marsch“ von Jochen Merkle. Der geblasene Ohrenschmaus, alle vier Orchester waren gemeinsam zu hören, setzte einen Höhepunkt und wurde mit viel verdientem Beifall bedacht.

Ulrike Luthmer-Lechner

Jedes Jahr großes gemeinsames Konzert

Musiker 200 Mitglieder aus vier Orchestern aus der Hohenstaufenstadt treffen sich seit 1984 jährlich zu einem großen gemeinsamen Konzert unter dem Titel „Blasmusik aus Göppingen“.

Repertoire Üblich ist, dass jeder der vier Musikvereine eine ganze Auswahl seines Programms präsentiert. Geboten werden von den Musikern volkstümliche Klänge ebenso wie konzertante Stücke und populäre Rhythmen.

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