Die Bundesliga-Handballerinnen von Frisch Auf Göppingen haben ihre Pflichtaufgabe erfüllt und gegen Schlusslicht TV Nellingen mit 34:27 (17:15) die Oberhand behalten. Mit dem Sieg konnten die Frisch-Auf-Frauen ihre dürftige Heimbilanz etwas aufpolieren. Bis der erst dritte Erfolg im zehnten Spiel in der EWS-Arena feststand, musste die Mannschaft von Trainer Aleksandar Knezevic zudem hart arbeiten. Erst zum Ende hin konnten die Grün-Weißen noch einige einfache Treffer verbuchen und damit den Saisonbestwert von 34 erzielten Toren herstellen.

„Unsere Angriffsleistung war heute sehr gut, mit der Abwehr bin ich dagegen nicht ganz zufrieden“, sagte Knezevic. Gut aufgelegt zeigten sich gegen die auf Abschiedstour aus der Bundesliga befindlichen „Hornets“ Torhüterin Branca Zec, die manche Ungenauigkeit ihrer Vorderleute ausbügeln konnte, und die acht Mal erfolgreiche Kreisläuferin Petra Adamkova. „Wir hatten Schwierigkeiten mit den Kreisanspielen“, erklärte prompt TVN-Coach Ralf Rascher, dem das Endergebnis zu deutlich ausgefallen war. „Wir haben in der ersten Halbzeit viele Dinge richtig gemacht“, fand der Bartenbacher, der bis Saisonende in Diensten des TV Nellingen steht, „in der zweiten Halbzeit verlieren wir etwas den Zugriff und haben zu viele Fehlwürfe, so kamen letztlich noch sieben Tore Differenz zustande.“

In Durchgang eins gelang es den Frisch-Auf-Frauen nicht, sich mit mehr als zwei Toren abzusetzen. Die Gäste, bei denen die künftige Göppingerin Roxana-Alina Ioeneac in der ersten Minute mit einem Strafwurf an Zec scheiterte, ließen sich lange nicht abschütteln. „Es war zu erwarten, dass das Spiel hier nicht nach dreißig oder vierzig Minuten entschieden sein wird“, sagte Anja Brugger, die sechs Tore von der Rechtsaußenposition beisteuerte, „Nellingen ist zwar Tabellenletzter, aber keine schlechte Mannschaft, und man hat gemerkt, dass sie einen ordentlichen Abschied hinlegen wollen.“

Zwei Mal erhöhten die Frisch-Auf-Frauen auf eine Vier-Tore-Führung, doch erst beim dritten Mal in der 55. Minute war die Nellinger Gegenwehr gebrochen und Prudence Kinlend und Ana Petrinja sorgten mit ihren Treffern zum 30:24 für die Vorentscheidung. Die Erleichterung im grün-weißen Lager war mit Händen zu greifen. „Der Druck war da und wir hatten einige angeschlagene Spielerinnen“, erklärte Knezevic, der in den weißen Auswärtstrikots spielen ließ und damit den Heimfluch besiegte. „Das Ziel war heute, Platz sieben zu verteidigen, und das haben wir geschafft“, atmete der Trainer auf. Bereits am Samstag kommt die HSG Bensheim/Auerbach zum nächsten Heimspiel in die EWS-Arena.

FA Göppingen: Zec, Lengyel (bei zwei Strafwürfen); Brugger (6), Schindler, Kinlend (7), Hrbkova (6), Guberinic (3), Adamkova (8), Krhlikar, Bergschneider (n.e.), Petrinja (4/3).

TV Nellingen: Wachter, Meißner; Schoeneberg (5), Ioneac, Tissekker, Degenhardt (6/2), Gera (6), Marcikova (5), Stuttfeld (3), Padutsch, Ridder, Issifou (2), Jäger.

SR: Kern / Kuschel.

Zeitstrafen: 4:6 Minuten.

Zuschauer: 647.

Frauen-Bundesliga auf der Zielgeraden


Tabelle Noch jeweils sechs Spiele stehen für die 14 Teams der Frauen- Bundesliga auf dem Programm. Frisch Auf kann drei Mal zu Hause antreten, gegen Bensheim/Auerbach (Samstag, 13. April, 19 Uhr), Thüringer HC (Samstag, 27. April, 19 Uhr) und Neckarsulmer Sportunion (Samstag, 11. Mai, 19 Uhr). Auf Reisen geht es nach Buxtehude (Samstag, 20. April), Blomberg-Lippe (Samstag, 4. Mai) und Bietigheim (Samstag, 18. Mai). Die Göppingerinnen könnten also zum Zünglein an der Waage werden, denn sie haben es mit den beiden punktgleichen Meisterschaftsanwärtern Bietigheim und Thüringer HC zu tun.