Public Viewing 5000 Fußballfans in der EWS-Arena erwartet

Public-viewing in der EWS-Arena
Public-viewing in der EWS-Arena © Foto: STAUFENPRESS_EH
Göppingen / HELGE THIELE 13.06.2012
Deutschland gegen Holland: Der EM-Schlager beschert den 100 Helfern in der EWS-Arena am Mittwochabend viel Arbeit. Zum Public Viewing werden 5000 Fans erwartet. Die Veranstalter sind für den Ansturm gerüstet.

Für die Organisatoren ist es eine logistische Herausforderung: Heute Abend wird in der Göppinger EWS-Arena das EM-Schlagerspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden übertragen. Zum Public Viewing, das die Göppinger Agentur Saltico veranstaltet, werden 5000 Fußball-Fans erwartet. "Wir sind vorbereitet", sagt Oliver Sihler. Die Halle wird um 19 Uhr geöffnet, rund 100 Helfer sollen für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Die Hälfte des Personals ist an den Gastronomie-Ständen im Einsatz, außerdem gibt es einen Ordnerdienst. Auch Sanitäter des DRK und die Polizei sind vor Ort vertreten. "Schon beim ersten EM-Spiel der deutschen Mannschaft gegen Portugal kamen 4000 Besucher und haben, von zwei kleineren Rangeleien abgesehen, ein friedliches Fußball-fest gefeiert. Wir sind total begeistert, dass unser Angebot auf so große Resonanz stößt", meint Sihler. Immerhin war es ein Experiment, mit dem alles begonnen hatte - das war vor zwei Jahren bei der Fußball-WM. Sihler erinnert sich: "Damals wollten wir das mit dem Public Viewing in der EWS-Arena mal ausprobieren. Gleich zum ersten Spiel kamen 1800 Besucher." Zum Halbfinale Deutschland gegen Spanien strömten dann 5000 Menschen in die frisch modernisierte Hohenstaufenhalle.

Heute soll es erneut eine große Party geben, wobei Sihler betont, "dass es die Fans selbst sind, die das Public Viewing zum Fest machen. Die Leute kommen geschminkt, singen, schwenken Fahnen und sorgen so für eine Riesenstimmung".

Die Mitarbeiter der EWS-Arena-Betriebsgesellschaft haben ohnehin Grund zu feiern - unabhängig vom Spielausgang: Heute Abend wird der 500 000. Besucher in der Arena seit der Einweihung vor drei Jahren erwartet.

Public-Viewing-Angebote gibt es bei dieser EM in vielen Gemeinden und in den meisten Lokalen. Doch die EWS-Arena hat sich als größter Fan-Treffpunkt etabliert. Vor allem jüngere Besucher kommen, darunter viele Schüler. Der Innenraum ist bestuhlt, die Arena bietet so maximal 6000 Besuchern Platz. Andreas Schweickert, noch bis Ende des Monats Geschäftführer der Betriebsgesellschaft der EWS-Arena, bevor Saltico-Mitarbeiter Mario Kreh diese Funktion übernimmt, macht jedoch klar: "Wir werden die Kapazität der Halle nicht auf Kosten der Aufenthaltsqualität ausreizen." Notfalls soll es einen Einlass-Stopp geben. Außerdem sollen noch mehr Mülleimer aufgestellt werden, wobei Schweickert weiß: "Das Müllproblem lässt sich nicht ganz vermeiden, weil einige Leute die Abfalleimer einfach nicht benutzen." Unmittelbar nach den Public-Viewing-Veranstaltungen wird mit der Reinigung begonnen, schließlich findet in der Arena am nächsten Morgen wieder Schulsport statt. Auch das Gelände rund um die Halle wird spätestens am nächsten Tag vom Abfall befreit.

Das letzte EM-Gruppenspiel der deutschen Mannschaft gegen Dänemark am Sonntag wird nicht in der EWS-Arena übertragen. "Am Maientagswochenende haben wir kein Nutzungsrecht in der Arena", erklärt Schweickert. Das hat mit dem Festzeltbetrieb nebenan zu tun, wobei sich Schweickert gut vorstellen kann, dass eine Übertragung dem Besuch des Maientags zusätzlich gut tun würde. Ab dem Viertelfinale können die Fans Gomez, Klose und Co. wieder in der Arena zujubeln. Immer vorausgesetzt, das Team von Jogi Löw ist dann noch im Rennen.

Info Wegen der Aufbauarbeiten auf dem Maientagsgelände stehen an der EWS-Arena derzeit so gut wie keine Parkplätze zur Verfügung.

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