Göppingen 15 Stolpersteine in Göppingen verlegt

Göppingen / SWP 28.08.2012
Neue Stolpersteine werden am Mittwoch, 19. September, in Göppingen verlegt. Der Kölner Künstler Gunter Demnig erinnert mit ihnen an weitere Opfer der NS-Zeit, indem er Gedenktafeln aus Messing in den Boden einarbeitet.

Mit den Steinen vor den Häusern wird die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier selbst bestimmt lebten. Auf ihnen stehen der Name, der Geburts- und, soweit bekannt, der Todestag.

In Göppingen sind bereits knapp 70 Steine verlegt worden. In diesem Jahr werden weitere 15 folgen. Im Jahr 2013 dann soll für jeden ermordeten Göppinger Juden, Patienten des Christophsbades oder aus politischen Gründen Ermordeten ein Stolperstein verlegt sein.

In diesem Jahr werden in der Frühlingsstraße 29 acht Steine verlegt für Sofie Bodenheimer, Frida Dettelbacher, Elsbeth, Ludwig und Franz Sepp Oberdorfer, Doris und Lise Rödelsheimer und Emil Hilb. In der Geislinger Straße 6/8 werden künftig Stolpersteine erinnern an Wilhelm Fleissig, Jenny Hirschhahn, Hannacha, Marianne und Max Schwab. Dritter Verlegeort wird die Querstraße 16 sein, womit an Julius Regensburger erinnert wird. In der Spitalstraße 17 wird ein Stolperstein für Elise Bensinger verlegt werden.

Die Aktion finanziert sich weitgehend aus Spenden. Die Patenschaft für einen Stolperstein kostet 120 Euro. Spenden für die Steine oder die Reisekosten der Angehörigen, die eingeladen werden, können auf das Konto mit der Nummer 51 044 beim Bankhaus Gebrüder Martin Göppingen (BLZ 610 300 00) überwiesen werden. Die Spenden sind steuerlich absetzbar.

Weitere Informationen zu dem Projekt als solchem sowie der Stolperstein-Verlegung gibt es bei Klaus Maier-Rubner, Telefon: (07161) 7 39 46. Die Lebensläufe aller Ermordeten, für die bislang Stolpersteine verlegt wurden, sind im Internet unter nachzulesen - auch in englischer Sprache.

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