Anschlag Zwei Männer versuchen, EC-Automaten zu sprengen

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Marc Hosinner 18.11.2013
Kurz nach Mitternacht scheiterte am Montagmorgen ein Sprengstoffanschlag auf den Geldautomaten in der Volksbank-Filiale an der Ulmer Straße. Die mutmaßlichen Täter konnten von der Polizei nach eingeleiteter Fahndung festgenommen werden.

Versuchter schwerer Bandendiebstahl und versuchtes Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion: Das wirft die Polizei zwei Männern vor, die im Verdacht stehen, am Montag zwischen Mitternacht und 1 Uhr einen Anschlag auf den EC-Automaten in der Filiale der Volksbank Brenztal an der Ulmer Straße geplant zu haben.

Wie die Polizei mitteilt, hätten aufmerksame Zeugen von dem Vorfall im Vorraum der Bankfiliale Notiz genommen und daraufhin die Polizei informiert. Als Polizeibeamte kurze Zeit später am Tatort eingetroffen seien, waren die Täter schon auf der Flucht. Ihr Vorhaben hätten sie nicht verwirklichen können. Zur weiteren Details des Anschlags macht die Polizei allerdings keine Angaben.

Im Rahmen einer eingeleiteten Fahndung konnten die mutmaßlichen Täter kurz nach 1 Uhr unweit der Volksbank-Filiale festgenommen werden.

Staatsanwaltschaft hat Haftbefehl erlassen

Die Staatsanwaltschaft Ellwangen hat daraufhin am Montag gegen die zwei Beschuldigten im Alter von 21 und 25 Jahren den Erlass eines Haftbefehls wegen versuchten schweren Bandendiebstahls und versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion beantragt. Beide Männer sollen am heutigen Dienstag dem Haftrichter vorgeführt werden. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft dauern an.

„Wir sind sehr froh, dass nicht viel passiert ist. Der Schaden geht gegen Null“, sagt Frank Jäger, bei der Volksbank Brenztal Bereichsleiter für interne Dienstleistungen.

Erster Vorfall dieser Art im Kreis

Die Täter, so Jäger, hätten lediglich ein Loch in ein Blech gebohrt. Mehr sei nicht geschehen. „Die sind nicht einmal bis zum Tresor selbst gekommen. Das Blech ist weggeflogen, wodurch es wohl einen Schlag gegeben hat. Das Ganze mutet zum Glück nicht sehr professionell an. Es sah so aus, als wollten die Täter in das Loch etwas hinein füllen“, so der Bereichsleiter zum Vorfall in der Filiale an der Ulmer Straße.

Ein derartiges Vorgehen sei in der Region bisher nicht bekannt gewesen. Jäger: „Wir haben mit unserer Versicherung Rücksprache gehalten. Die haben uns gesagt, dass es bisher nur in Norddeutschland und im Osten solche Vorfälle gab.

In Berlin beispielsweise gab es in der Vergangenheit Anschläge auf EC-Automaten, bei denen ein Gasgemisch eingesetzt worden war. „Das war wohl nur eine Frage der Zeit, bis es auch in unserer Region einen solchen Versuch geben wird“, sagt Jäger.