Giengen Zwei junge Fußballfans schreiben einen FCH-Krimi

Julius (links) und Samuel haben mit „Das total verrückte Rätsel“ ihr erstes Buch geschrieben – einen Krimi, in dem ein Fußballer des 1. FC Heidenheim die Hauptrolle spielt.
Julius (links) und Samuel haben mit „Das total verrückte Rätsel“ ihr erstes Buch geschrieben – einen Krimi, in dem ein Fußballer des 1. FC Heidenheim die Hauptrolle spielt. © Foto: Christian Thumm
Giengen / Joelle Reimer 16.09.2018
Mit 11 und 14 Jahren zum Buchautor? Die Brüder Julius und Samuel Schmid aus Giengen haben genau das gemacht: ein Buch geschrieben. Darin ermitteln die „Krimi-Kids“, was es mit der Entführung eines FCH-Fußballers auf sich hat.

Ein ungutes Gefühl beschleicht Nico, als er mit seinem Vater und seinen Freunden Dave und Robin die Heidenheimer Voith-Arena betritt. Es ist das Viertelfinalspiel im DFB-Pokal gegen Frankfurt. Vorfreude, Aufregung – all das kennt der elfjährige FCH-Fan, und normalerweise gibt es für ihn nichts Schöneres, als einen Nachmittag im Stadion zu verbringen. Doch heute ist alles anders.

Ein paar Minuten vorher hat er im Radio gehört, dass sein Lieblingsspieler Denis Thomalla vermisst wird. Und nun, im Stadion, wird kein Wort darüber verloren. Da kann etwas nicht stimmen – ein Fall für die drei „Krimi-Kids“, die versuchen, das Rätsel um den verschwundenen Fußballer zu lösen.

Wer dahinter steckt? Nun, es soll ja nicht gleich alles verraten werden. Nur so viel: Die Idee für diesen Kinder-Krimi hatte Samuel Schmid – ebenfalls elf Jahre alt. „Ich lese viel, bin Fußballfan, und mein Lieblingsspieler ist Thomalla. Da kam mir die Idee, ich könnte daraus eine Geschichte machen“, sagt der elfjährige Giengener. Aus der Idee wurde das Jugendbuch „Das total verrückte Rätsel“, das er gemeinsam mit seinem drei Jahre älteren Bruder Julius geschrieben hat.

Krimi von und für Fußballfans

Ein Krimi sollte es werden, mit Bezug zur Region und vor allem zum 1. FC Heidenheim. Doch nach ein paar Seiten, erzählt Samuel, habe er zunächst schon keine Lust mehr gehabt – „Deutsch ist nicht gerade mein Lieblingsfach“, sagt er. Deshalb hat er im Herbst vorigen Jahres seinen Bruder gefragt, der sofort mit eingestiegen ist.

Gemeinsam haben sie einige Monate daran gearbeitet, haben die einzelnen Passagen gegengelesen, sich nach der Schule hingesetzt, überlegt, wie es weiter gehen könnte – und haben vor allem eines gemacht: geschrieben, geschrieben, geschrieben. Irgendwann erzählten die beiden Brüder ihren Eltern davon. „Als ich die Texte gesehen habe, fand ich ihr Vorhaben richtig gut. Ich dachte, daraus könne man etwas machen“, sagt Olaf Schmid, der Vater der beiden. Wie praktisch, dass er zugleich Geschäftsführer einer Druckerei in Giengen ist – nach einigem Korrekturlesen, Layout und Gestaltung wurden schließlich 1000 Bücher im Eigenverlag gedruckt.

„Wir hatten auch mit dem FCH Kontakt. Ihnen hat unser Buch gut gefallen“, sagt Samuel. Auch von Freunden und Familie bekamen die Jungs positive Rückmeldungen, so dass sie nun schon an einer Fortsetzung arbeiten.

„Es soll wieder ein Fall für die Krimi-Kids werden, aber anders als das erste Buch“, meint Julius. Ob es im zweiten Buch auch wieder um Fußball gehen wird, bleibt noch geheim. Privat jedenfalls steht das Kicken auf der Prioritätenliste der Jungs ganz oben: Beide spielen im Verein, Samuel in Giengen und Julius bei der Jugend-Spielgemeinschaft Giengen/Hohenmemmingen/Burgberg.

Und der FCH? „Das wäre ein Traum, dort irgendwann zu spielen. Aber das ist ziemlich unwahrscheinlich“, sagt Julius.

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