Giengen Zum Schutz der Kastanie: Laub muss vernichtet werden

Da es noch kein Gegenmittel gibt, hilft allein das Laubsammeln und Verbrennen, da der Schädling in den Blättern überwintert.
Da es noch kein Gegenmittel gibt, hilft allein das Laubsammeln und Verbrennen, da der Schädling in den Blättern überwintert. © Foto: Archiv/Dieter Reichl
Giengen / HZ 05.11.2018
Um eine Motte loszuwerden, wird an der Schranne in Giengen Laub entfernt.

Die Stadt Giengen sammelt am Dienstag, 13. November, Laub an der Schranne – beziehungsweise tut das Oberbürgermeister Dieter Henle, auch in seiner Funktion als Kreisvorsitzender der Schutzgemeinschaft deutscher Wald. Unterstützt wird der OB von Schülern der Bergschule.

Hintergrund der Aktion ist der Schutz von Kastanienbäumen. Seit zwei Jahrzehnten werden die Kastanien durch die Kastanienminiermotte beeinträchtigt – ein aggressiver Kleinschmetterling, der aus dem Balkan eingewandert ist und sich hier vermehren konnte. Durch die Miniermotte verlieren die Kastanien seit Jahren ihre Blätter bereits im Spätsommer.

Da es noch kein Gegenmittel gibt, hilft allein das Laubsammeln und Verbrennen, da der Schädling in den Blättern überwintert. „In Gegenden, in denen seit Jahren das Kastanienlaub gesammelt wird, sehen die Kastanien viel besser aus“, so Henle, der auf weitere Mitstreiter bei der Sammelaktion hofft.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel