Giengen Zertifizierung als Werbung in eigener Sache

Giengen wird 2019 seitens der IHK ins Visier genommen.
Giengen wird 2019 seitens der IHK ins Visier genommen. © Foto: Archiv
Giengen / Dieter Reichl 05.12.2018
Kommendes Jahr stellt sich die Stadt zwei Untersuchungen zu ihrer wirtschaftlichen Attraktivität.

Im September bekamen die Großen Kreisstädte in Ostwürttemberg Aalen, Ellwangen, Heidenheim und Schwäbisch Gmünd die Auszeichnung „Attraktiver Wirtschaftsstandort“ verliehen. Dieser Wettbewerb wurde von der IHK Ostwürttemberg und der Handwerkskammer Ulm im Frühjahr 2018 auf den Weg gebracht, mit dem Ziel, Impulse für die gemeinsame Entwicklung von Kommunen und Wirtschaft vor Ort zu schaffen.

In der darauf folgenden Gemeinderatssitzung stellte Stadtrat Wilhelm Oszfolk die Frage, warum denn die Stadt Giengen unter diesen großen Kreisstädten nicht vertreten sei. Oberbürgermeister Dieter Henle sagte, auch Giengen sei zur Teilnahme an der Untersuchung angefragt worden, man habe aber um Zurückstellung gebeten, bis der neue Wirtschaftsförderer seine Stelle angetreten und sich eingearbeitet habe. Im kommenden Jahr aber stelle man sich diesem Wettbewerb. „Nicht um ein weiteres Zertifikat zu haben“, wie Henle sagte, sondern um in eigener Sache besser für sich werben zu können. Die Untersuchung beinhaltet einen umfangreichen Prüfbogen, eine Bewertung hinsichtlich der Internet-Angebote sowie eine anonymisierte Mystery-Aktion zur Überprüfung der Servicequalität. Bewertet werden die Themenfelder „Konzepte und Strategien der Wirtschaftsförderung“, „wirtschaftsfreundliche Verwaltungsprozesse“, „Information und Kommunikation in bezug auf Unternehmen“, „harte und weiche Stabndortfaktoren“ sowie „Internationalität“. Wird eine bestimmte Punktzahl erreicht, kann die Kommune drei Jahre mit der Auszeichnung werben.

Darüber hinaus stellt sich Giengen 2019 auch der Untersuchung „Ausgezeichneter Wohnort für Fach- und Führungskräfte“. Bei Erfolg kann fünf Jahre mit dem IHK-Audit geworben werden. Die Städte Aalen, Ellwangen, Heidenheim, Heubach und Schwäbisch Gmünd taten dies bereits zweimal erfolgreich, jetzt will sich Giengen anschließen. OB Henle: „Damit wollen wir unsere Position als attraktiver Wohn- und Wirtschaftsstandort besser kommunizierbar machen – auch als Hilfestellung für die Firmen zur Gewinnung von Fachkräften.“

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