Kindergarten Kindergarten-Abriss: Fertigstellung des Neubaus für Herbst 2020 geplant

So soll der Neubau des Kindergartens an der Lederstraße aussehen.
So soll der Neubau des Kindergartens an der Lederstraße aussehen. © Foto: Grafik: Uwe Kock
Giengen / Marc Hosinner 09.01.2018
Mit dem Abbruch des Kindergartens an der Lederstraße soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Die Fertigstellung des Neubaus ist für den Herbst 2020 geplant.

Wer wissen will, wie der Neubau des Kindergartens an der Lederstraße aussehen soll, kann sich die im vergangenen Herbst eingeweihte Einrichtung an der Heilbronner Straße anschauen. Die Kindertagesstätte St. Martin bildete die Grundlage für die Planungen in der Innenstadt.

Der deutlich in die Jahre gekommene Kindergarten am östlichen Ende der Innenstadt soll abgerissen werden. Die Bagger sollen noch Ende dieses Jahres anrollen und mit dem Abbruch beginnen. Der Start für den Neubau ist für das Frühjahr 2019 vorgesehen.

Die Vorplanung hatte ergeben. dass eine Einrichtung mit vier Gruppen – auf zwei Stockwerken – auf das vorhandene Grundstück passt und auch noch genügend Außenflächen zum Spielen und Toben im Freien verbleiben. Es sollen bis zu vier Gruppen (davon eine Gruppe als Krippe) mit jeweils bis zu 20 Jungen und Mädchen angeboten werden – im Ganztages-Modell.

Viel Platz im Außenbereich

Im Vergleich zum Kindergarten St. Martin soll es an der Lederstraße unter anderem einen etwas kleineren Foyerbereich, einen Essbereich für 50 Kinder und zusätzliche Ruheräume geben. Im Außenbereich, der 2000 Quadratmeter umfasst, ist ein Gartenhaus, ein Hochbeet, eine Hügelrutsche, eine Doppelschaukel und mehr vorgesehen. Für die unter Dreijährigen ist ein eigener Bereich im Garten geplant.

Die von Architekt Uwe Kock erstellten Pläne sehen – bei Bedarf – zudem die Möglichkeit einer späteren Erweiterung der Einrichtung für Kinder vor. „Die Pläne sind äußerst gelungen“, befand Maria Konold-Pauli (CDU-Fraktion) in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats, der grünes Licht für Abriss und Neubau gab. Für Oberbürgermeister Dieter Henle wird der Neubau ab „2020 das Angebot an Betreuungsplätzen in der Innenstadt deutlich verbessern“.

Deutliche Abweichungen im Vergleich zum Kindergarten St. Martin gibt es wohl bezüglich der Kosten. Die Einrichtung in der Giengener Südstadt kostete etwa 3 Millionen Euro. Für den Neubau in der Innenstadt werden grundsätzlich Preissteigerungen in Höhe von 7 Prozent angenommen. Hinzu kommen die Kosten für den Abbruch und die vorläufige Unterbringung der Kinder während der Abbruch- und Neubau-Phase.

Allein die Pfahlgründung schlägt nach Berechnungen von Architekt Kock mit 150 000 Euro zu Buche. Insgesamt summieren sich die Mehrkosten beispielsweise in den Bereichen Heizung, Lüftung, Sanitär, Elektro und Möbel auf etwa eine halbe Million Euro gegenüber dem Neubau des Kindergartens St. Martin.

Alles zusammengerechnet dürften Abbruch und Neubau vier Millionen Euro kosten. „Es ist gut, dass uns klarer Wein eingeschenkt wird. Wir sind von 3,5 Millionen Euro ausgegangen“, so Rubens Link, Fraktionsvorsitzender Unabhängige/Grüne. „Sind vier Millionen Euro auch finanzierbar“, so die Nachfrage Links in Richtung von Franz Becker, dem Leiter des städtischen Eigenbetriebs Gebäudemanagement. „Ja, das lässt sich machen. Wir haben für 2018 3,5 Millionen Euro veranschlagt und müssen dann 2019 entsprechend Nachfinnazieren“, so Becker.

Lösung für Übergang gesucht

„Es ist wichtig, dass wir für die Übergangszeit eine gute Lösung anbieten“, sagte Oberbürgermeister Henle. Wie Franz Becker erklärte, laufen Überlegungen, was für die Zeit von Ende 2018 bis Herbst 2020 in Frage kommt. Eine Möglichkeit wäre, Container aufzustellen und dort die Betreuung anzubieten, eine weitere, dass leer stehende Notariat zu nutzen.

„Favorisiert wird momentan allerdings, Teile der ungenutzten Flüchtlingsunterkunft im Ried zu nutzen“, so Becker.

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