Giengen Werke der französischen Romantik

Giengen / pm 11.01.2019

Giengen. Im Anschluss an den Gottesdienst (gegen 11 Uhr) spielt Kantor Christian Barthen am morgigen Sonntag, 13. Januar, in der Giengener Stadtkirche im Rahmen der 41. Giengener Orgelmatinée.

Barthen präsentiert auf der historischen Link-Orgel (1906) Werke der französischen Romantik und des Impressionismus. Alexandre Guilmant beispielsweise zählt zu den wichtigsten Vertretern der französischen Orgelwelt des 19. Jahrhunderts, war Organist der Pariser Ste Trinité und später Ehrenorganist der Kathedrale Notre-Dame. Zudem folgte er 1896 Charles-Marie Widor als Orgelprofessor am Pariser Conservatoire. Guilmant genoss zu seiner Zeit eine bemerkenswerte internationale Reputation als Interpret und Lehrer und lockte unter anderem zahlreiche Studierende aus den USA nach Paris. Als Komponist war Guilmant kein Neu-Schöpfer, sondern er hatte einen starken Traditionsbezug.

Gespielt wird auch die „Douze Pièce pour Grand Orgue“ von Gaston Litaize. Wenige Tage nach seiner Geburt erblindet, trat Gaston Litaize nach einer Ausbildung am Pariser Blindeninstitut 1927 in das Pariser Conservatoire ein und studierte Orgel bei Marcel Dupré. Auch Litaize machte sich weltweit einen Namen als Interpret, Organologe und Pädagoge und widmete der Orgel zahlreiche Kompositionen. Seine Stücke sind meist kürzer und geprägt von subtiler Harmonik, impressionistischer Farbigkeit und komplexer Rhythmik.

Auch im Programm steht Louis Viernes mit seiner 1. Symphonie op. 14, die noch vor seiner Ernennung zum Titularorganisten der Kathedrale Notre-Dame im Jahr 1899 entstand. Das Werk, insbesondere der virtuose Schlusssatz, gehört heute zu den bekanntesten und oft gespielten Orgelwerken.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel