Fasching Wenn der Weihnachts- zum Narrenbaum wird

Die Hexentaufe haben die neuen Panscherhexen schon geschafft. Nun folgt der Giengener Narrenbaum: Dafür wird dieses Jahr aus Termingründen einfach der Christbaum umfunktioniert.
Die Hexentaufe haben die neuen Panscherhexen schon geschafft. Nun folgt der Giengener Narrenbaum: Dafür wird dieses Jahr aus Termingründen einfach der Christbaum umfunktioniert. © Foto: privat
Joelle Reimer 11.01.2018
Die Giengener Panscherhexen warten dieses Jahr aus Termingründen mit einem besonderen Narrenbaum auf. Eine große Feier hierzu gibt es aber nicht.

Kaum ist die erste Woche im neuen Jahr verstrichen, startet für die Giengener Panscherhexen die närrische Zeit. Den Auftakt machte am Wochenende die traditionelle Hexentaufe im RSV-Heim in Hohenmemmingen.

Auftakt mit Hexentaufe

Drei neue Täuflinge, die auf die Namen Oktavia, Herr Nilsson und Elektra hören, absolvierten das typische Ritual mit Gedicht, Trunk und Täuflingslied und verstärken nun die Giengener Hexengruppe. Mit neuem Häs nahmen die frisch getauften Hexen dann auch beim allgemeinen Maskenabstauben teil. Im Rahmen dieser Feier wurden außerdem die vergangene Saison durchgesprochen und die neuen Tänze der Tanzhexen und der Kinderhexen erstmalig vorgeführt. Was neben der Taufe ebenso zur närrischen Zeit gehört, ist das Narrenbaumstellen vor dem Giengener Rathaus. Um die 200 Hästräger waren es stets, die sich zu diesem Anlass trafen und rund um den mit den Wurzeln nach oben aufgestellten Baum feierten.

Kein großes Narrenbaumstellen

Dieses Jahr jedoch fällt die große Sause flach – aus organisatorischen Gründen, wie Evelin Städler-Schieszl von den Panscherhexen wissen lässt. „Das Ganze findet dieses Jahr eher spontan intern statt, ohne Festakt mit Vereinen und Publikum“, sagt Städler-Schieszl. Da die Faschingssaison zeitlich sehr kurz und der Terminkalender der Hexen bereits seit einigen Wochen mit Veranstaltungen und Umzügen gefüllt sei, sei es zu Terminüberschneidungen gekommen, so die Erklärung. Damit aber in Giengens Stadtmitte wie gewohnt der Anblick des Narrenbaumes die Bürger auf den Rathaussturm am gompigen Donnerstag einstimmen kann, gibt es dieses Jahr eine Alternative: Und zwar wird hierfür einfach der Weihnachtsbaum vor dem Rathaus übernommen.

Christbaum wird umgenutzt

Am 15. Januar wird der Baum zunächst vom Gewerbe- und Handelsverein abgeschmückt und bleibt dann vor dem Rathaus, bis er am 19. Januar von den Panscherhexen seiner neuen Bestimmung zugeführt wird. Die Hexen werden den Baum bearbeiten und neu schmücken, so dass er anschließend als Narrenbaum dienen kann. „Aber für nächstes Jahr ist wieder ein festliches Narrenbaumstellen im größeren Rahmen angedacht“, sagt Städler-Schieszl. Was hingegen wie gewohnt stattfindet, ist der traditionelle Rathaussturm am Donnerstag, 8. Februar, ab 10 Uhr auf dem Rathausplatz und die Nacht der Hexen am Freitag, 9. Februar, in der Schranne. Bei letzterer gibt es ein etwas verändertes Konzept, und zwar wird erstmalig ein DJ die musikalische Unterhaltung der Faschingsveranstaltung übernehmen. „Mit DJ Kutsche haben wir Hexen einen verlässlichen Partner für Partystimmung an der Hand. Auch räumlich wollen wir unseren Gästen näher kommen, indem wir alles zentral aufbauen, so dass alle Hexen mitten im Geschehen sind“, sagt Städler-Schieszl. Traditionell werden an diesem Abend die Hexentänze der großen und kleinen Panscherhexen vorgeführt. Mit dabei sind auch die Musiker „Schwoba Gwiddr“ und Bachtalia.