Giengen Schönere Friedhöfe für Burgberg und Hürben

Unter anderem soll der viele auf den Rasenfeldern verstreute Kies entfernt werden, wie es ihn hier auf dem Friedhof in Burgberg gibt.
Unter anderem soll der viele auf den Rasenfeldern verstreute Kies entfernt werden, wie es ihn hier auf dem Friedhof in Burgberg gibt. © Foto: Markus Brandhuber
Giengen / Von Dieter Reichl 11.09.2018
Nachdem die Arbeiten auf dem Friedhof in Hohenmemmingen abgeschlossen sind, stehen jetzt Verschönerungen und Verbesserungen in Burgberg und Hürben an.

Die Stadt Giengen setzt das Sanierungsprogramm auf ihren Friedhöfen fort. Der Schwerpunkt liegt derzeit bei den Friedhöfen in den Teilorten. Auf Hohenmemmingen, wo die Arbeiten unterdessen abgeschlossen sind, folgen jetzt Burgberg und Hürben. Rund 144 000 Euro werden aufgewendet.

Im Blick sind für eine bessere Begehbarkeit vor allem die Wege auf diesen beiden Friedhöfen, aber nicht nur. Bereits vor der Sommerpause hatte seitens des Tiefbauamts Michael Fedchenheuer die wesentlichen Arbeiten vorgestellt, die vor dem Winter beendet sein sollen.

In erster Linie sollen die Wege auch von älteren Friedhofsbesuchern bequem begangen werden können, aber auch die Optik der Friedhöfe soll deutlich verbessert werden.

Statt Kies jetzt Beton

Im Hürbener Friedhof werden die vorhandenen Splittwege komplett saniert. Die Wege erhalten als Oberflächenbelag ein Betonpflaster. Ebenso erhalten alle Wege eine Randeinfassung, die einen verbesserten Zugang zu den Grabflächen ermöglichen soll. Des weiteren werden aus optischen Gründen die freien Grabfelder und sonstigen gesplitteten Flächen im gesamten Friedhofsbereich eine Behandlung mit Humus sowie eine Rasenansaat.

Ähnlich wird im Friedhof in Burgberg vorgegangen. Auch dort werden erhebliche Teile des Wegenetzes saniert, erneuert, aufgewertet, gesichert, und es wird zum Teil neues Betonpflaster verlegt. Zur neuen Urnenstelenanlage soll künftig ein barrierefreier Weg führen, der Vorplatz und das direkte Umfeld sollen neu gestaltet werden.

Auch in Burgberg soll Humus und die Ansaat von Rasen auf den Leerstellen zwischen den Gräbern und sonstigen gesplitteten Flächen für einen freundlicheren optischen Eindruck sorgen. Dies bedeute mit dem Abtragen, dem Auffüllen von Humes, dem Einebnen und der Ansaat zwar einen erheblichen Aufwand, so Fedchenheuer, anschließend allerdings seien die Flächen einfacher zu pflegen.

Mit der Vergabesumme von rund 144 000 Euro liegen die Arbeiten über dem Kostenansatz im Haushaltsplan, der bei 125 000 Euro lag. Die Mehrkosten wurden begründet mit dem derzeit hohen Preisniveau im Bausektor aufgrund der sehr guten Auslastung der bau- und Landschaftsbaufirmen.

Die überplanmäßige Ausgabe wurde bereits im Juli einstimmig gebilligt, die Vorhaben auf den Friedhöfen durch den zuständigen Ausschuss begrüßt, vor allen von den Stadträten aus Ausschussmitgliedern aus den Teilorten Hürben und Burgberg. Erfreut zeigte man sich sowohl von der gehtechnischen wie auch von der optischen Verbesserung.

Kein Friedwald nachgefragt

Auf die Frage, ob man in Giengen noch auf der Höhe der Zeit sei, was mögliche und gewünschte Bestattungsformen betrifft – Stadtrat Franz Heger nannte hier beispielhaft einen Friedwald – sah Michael Fedchenheuer die Stadt Giengen gut aufgestellt. Dies gelte im Vergleich zu anderen Kommunen auch bei den Kosten für die Hinterbliebenen. Ein entscheidendes Kriterium bei der Wahl der Bestattungsform sei der Pflegeaufwand. Ein Friedwald sei noch nicht eklatant nachgefragt. Und mit dem Rasengrabfeld besitze Giengen ein Alleinstellungsmerkmal. Dieses Feld sei durch das Setzen von Platanen auch aufgewertet worden. Klassische Grabfelder würden nicht mehr wie ehemals benötigt, die Problematik langfristiger Planung sei in den Felder allerdings schwierig aufgrund der langen Zeiträume von 20 oder 30 Jahren, die die Gräber belegt sind.

Einigkeit herrschte in jedem Fall darüber, dass sich die Friedhöfe der Stadt optisch ansprechend zeigen sollten. „Sie gehören zum Erscheinungsbild der Stadt dazu“, so Oberbürgermeister Dieter Henle.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel