Giengen Von der Bühlschule aus die Welt verbessern

Bei der Auftaktveranstaltung zur Projektwoche mischten sich die Organisatoren auf dem Schulhof unter die Schüler und erklärten diesen, was sie in den nächsten Tagen vorhaben.
Bei der Auftaktveranstaltung zur Projektwoche mischten sich die Organisatoren auf dem Schulhof unter die Schüler und erklärten diesen, was sie in den nächsten Tagen vorhaben. © Foto: Sabrina Balzer
Giengen / Nadine Rau 13.06.2018
Die Schüler sollen in dieser Woche mehr über ihre Umwelt, ihre Mitmenschen und gerechtes Verhalten erfahren.

„Ich werd' die Welt verändern“ von der Band Revolverheld tönt an diesem Montagmorgen über den Schulhof. Johannes Strate singt das so einfach – aber wie soll das eigentlich gehen? Die ganze Woche über sollen alle 600 Schüler der Bühlschule genau das lernen.

Im Rahmen der Projektwoche mit dem Namen „Welt-fair-Änderer“ kam eigens dafür ein 15-köpfiges Team vom Bund der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) nach Giengen, das jeden Vormittag mit den Schülern arbeitet – während sich am Nachmittag Initiativen aus Giengen und dem Kreis wie das Haus der Jugend, die Aktion Hoffnung oder das evangelische Jugendwerk vorstellen.

Erstmals im Kreis

Eine solche Woche zum Thema Fairness findet immer wieder an Schulen in ganz Deutschland statt, im Kreis Heidenheim ist es allerdings das erste Mal. Unterstützt wird vor Ort alles von der Jugendreferentin Eva Leibig, die für das Dekanat Heidenheim zuständig ist, sowie vom BDKJ-Bildungsreferenten Dominik Nawratil.

„Die katholische Kirchengemeinde in Giengen hat sich gewünscht, dass das Projekt hier stattfindet, gefehlt hat dann nur noch eine Schule“, weiß Leibig um die Anfänge. Über persönliche Kontakte sei man auf die Bühlschule gekommen, wo Leibig in der Gesamtlehrerkonferenz über die Weltveränderer informiert hat.

Alle Klassen machen mit

Involviert sind alle Klassen und deren Lehrer, die sich im Vorfeld ein Thema für ihre Schüler ausgesucht haben: Vom Weg der Kleidung zu uns über die Herstellung von Nahrungsmitteln auf der ganzen Welt bis hin zu Umweltschutz ist alles dabei. „Die Schüler sollen in allen Dimension lernen, wie man sich fair verhält“, erklärt Leibig.

Workshops, Initiativen, Fairness – weil das für die Schüler alles erst mal sperrig klingt, ist Dreh- und Angelpunkt das sogenannte Fair-Café, das vor der Schule aufgebaut ist. Ein Zelt, in dem es fair gehandelte Schokolade und Chips zu kaufen gibt, in dem man sich entspannt hinsetzen und sich über alles informieren kann. „Die Süßigkeiten locken am Anfang immer – erst kommen die Jüngeren, dann aber auch die Älteren“, erzählt Nawratil von seinen Erfahrungen.

Das Fair-Café als Anlaufstelle

Im Café können die Schüler auch alte Handys oder Kleidung abgeben, die sie nicht mehr brauchen. Eltern und Geschwister der Schüler sind dort ebenfalls willkommen.

In weiteren Zelten finden die Werkstätten statt. Die seien „wie Unterricht, nur ein bisschen cooler“, erklärte ein Teammitglied. Der gängige Unterricht leidet darunter natürlich ein bisschen – für Schulleiterin Nicole Arndt kein Problem: „Das ist eine Bereicherung für uns. Die Themen sind zwar im Unterricht auch verankert, aber wenn jemand von außen kommt, hören die Schüler noch mal ganz anders zu“, vergleicht sie.

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