Giengen Draufgeblickt (3) Vom Fluss zur Rinne und wieder zurück

Giengen / Kathrin Schuler 01.08.2018
In den 1960ern wurde die Brenz begradigt. 2011 erfolgte dann die Rückkehr zum natürlichen Flussbett.

Einst war die Brenz Badeort, dann musste sie Mitte der 1960er Jahre der Industrie weichen: Ungeachtet des Protests der Landwirte wurde der Fluss begradigt und weiter nördlich verlegt, ganz wie es im Flächennutzungsplan der Stadt Giengen vorgesehen war. Der alte Flusslauf wurde zugeschüttet.

Knapp 50 Jahre später erfolgte ein Umdenken: „Renaturierung“ lautete das Stichwort damals. Dabei sollte auch die Brenz wieder ihre ursprüngliche Form zurückbekommen, bevor der Mensch sie verändert hatte. 2011 griff man also erstmals erneut zum Spaten und bis 2017 wurde der Brenz an insgesamt sieben Stellen ein möglichst naturnaher Flusslauf zurückgegeben. Das Ziel: ein lebendiges Gewässer, das wieder neuen Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten bietet. Nicht nur die Natur profitierte von den Renaturierungsmaßnahmen, sondern auch das Landschaftsbild.

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