Giengen Viel Resonanz beim Schreibwettbewerb der Kulturstiftung

Die 13 Preisträger des Schreibwettbewerbs mit Unterstützerin Ursula Gerschewski (ganz links), Oberbürgermeister Dieter Henle und den beiden Juroren Gaby Streicher und Manfred Allenhöfer (von rechts).
Die 13 Preisträger des Schreibwettbewerbs mit Unterstützerin Ursula Gerschewski (ganz links), Oberbürgermeister Dieter Henle und den beiden Juroren Gaby Streicher und Manfred Allenhöfer (von rechts). © Foto: Kathrin Schuler
Giengen / Kathrin Schuler 25.07.2018
56 Einsendungen von Autoren im Alter von 13 bis 92 waren bei der Kulturstiftung eingegangen. Die 13 Sieger wurden am Montag in der Schranne gekürt

Dass man zum Schreiben weder zu jung noch zu alt sein kann, wurde gestern bei der Preisverleihung des Schreibwettbewerbs der Giengener Kulturstiftung deutlich: Die Altersspanne der insgesamt 56 Teilnehmer, die zum Motto „Schreib mal wieder“ einen Beitrag eingereicht hatten, reichte von 13 bis 92 Jahren.

Zum Schreiben motivieren

„Regelmäßig wird die mangelnde Lesebereitschaft unserer Kinder als schwindende Kulturkompetenz bemängelt“, sagte Oberbürgermeister Dieter Henle zu Begrüßung der Teilnehmer und Gäste am Montagabend in der Schranne. Das mache sich dann besonders in der Rechtschreibung und der mangelhaften Ausdrucksfähigkeit in Sprache und Schrift deutlich. „Das haben wir zum Anlass genommen, um Menschen jeden Alters zum Schreiben zu motivieren“, so der OB.

Mit der Resonanz des Schreibwettbewerbs, der vom Rotary Club Heidenheim-Giengen unterstützt wurde, sei man äußerst zufrieden gewesen: 29 Jugendliche hatten einen Beitrag in den Kategorien „Internet, Smartphone &Co. - Grenzenlose Freiheit oder im Netz gefangen“ und „Zwischen den Welten - Flüchtlinge suchen eine neue Heimat“ eingereicht. Bei den Erwachsenen waren es 27 Teilnehmer in den Kategorien „Giengener Geschichten“ und „Freestyle“.

Beurteilt wurden die Aufsätze von einer zweiköpfigen Jury, die sich zusammensetzte aus einer Deutschlehrerin und einem ehemaligen Kulturredakteur: Gaby Streicher und Manfred Allenhöfer. Originalität, Tiefe der eigenen Gedanken, die sprachliche Qualität und der Bezug zum Thema waren die Kriterien, nach denen die Einreichungen bewertet wurden.

„Am wichtigsten war uns aber, ob uns der Beitrag berühren konnte“, sagte Streicher. Nicht allen Texten wäre das gelungen, doch umso mehr herauszuheben seien die Sieger in den jeweiligen Kategorien.

Zwölf Preise in vier Kategorien

Der erste Preis in der Jugendkategorie „Internet, Smartphone & Co.“, ging an gleich zwei junge Autorinnen: Gabrielle Hauber und Cristina Kapor (beide 16) hatten gemeinsam in einem Gedicht die virtuelle Realität in Bezug zur Wirklichkeit gesetzt. Zweite wurde Janina Koller (14), der dritte Preis ging an Eva Rechthaler (16).

Mit einer sehr emotionalen fiktionalen Geschichte über zwei Geschwister, die aus ihrer Heimat flüchten müssen, gewann Lea Langhans (14) in der zweiten Kategorie den ersten Preis. Aurelia Schönborn (13) wurde zweite, Janin Kluger (15) gewann den dritten Preis.

Bei den Erwachsenen erhielt Stephanie Staiger in der Kategorie „Giengener Geschichten“ den ersten Preis mit einem Beitrag, in dem sie aus einer fiktionalen Perspektive an das frühere Giengen erinnerte. Der zweite Preis ging an Silke Wiesenfarth, dritte wurde die 92-jährige Elfriede Lang.

Beim „Freestyle“-Schreiben ging der erste Preis an den 18-jährigen Paul Mayr, der die Geschichte eines Schriftstellers erzählte, der den Boden unter den Füßen, aber niemals die Hoffnung verliert. Zweite wurde hier Laura Nencini, dritte Elisabeth Hofstetter.

Für alle Preisträger gab es stattliche Gewinne, darunter E-Book-Reader, Jahresmitgliedschaften in der Giengener Stadtbibliothek, Buch- und Einkaufsgutscheine sowie eine Fahrt zur Frankfurter Buchmesse. Die ausgezeichneten Beiträge der fleißigen Autoren sollen außerdem in einem Buch veröffentlicht werden.

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