Giengen Kommentar: Zum Dorfgemeinschaftshaus in Sachsenhausen

© Foto: Christian Thumm
Giengen / Nadine Rau 02.08.2018
Sachsenhausen bekommt für 2,3 Millionen Euro ein neues Gebäude fürs Vereinsleben und die Feuerwehr. Ein Kommentar dazu:

Was in einer Gemeinde gebraucht wird und was nicht, darüber lässt sich häufig streiten. Zumindest diskutiert wurde im Gemeinderat über das Dorfgemeinschaftshaus für Sachsenhausen ziemlich oft – und vor allem ziemlich lange.

Schon 2004 wollte die Dorfgemeinschaft das neue Schulgebäude gerne umwandeln, 2008 folgten große Gedankenspiele in dem kleinen Teilort: Statt alte Gebäude zu sanieren, war ein Neubau im Gespräch.

Heute, ganze zehn Jahre später, ist endlich ein Knopf an der Geschichte. Der Gemeinderat war sich bisweilen zumindest einig darin, dass ein solches Gebäude in Sachsenhausen gebraucht wird.

Intensiv diskutiert wurde darüber, wie tief man in die Tasche greifen will oder muss. Aber in Anbetracht einer so kostspieligen Investition für eine Stadt wie Giengen, in der man das Geld zusammenhalten will, sind ein paar Gedanken mehr wirklich nicht falsch. Zumal es nicht gerade ein kleiner Schritt ist, von eineinhalb Millionen Euro im Wirtschaftsplan auf zweieinhalb Millionen Euro aufzustocken. Überraschend, dass die CDU, die zuletzt schnell die Bremse zog, wenn es ums Geld ausgeben ging, in diesem Fall bedingungslos dafür war.

Am Ende war es gut und richtig, den Preis noch einmal zu überdenken und zumindest auf 2,3 Millionen Euro herunterzugehen. Es ist ein vernünftiger Kompromiss zwischen den Fraktionen. Das Dorfgemeinschaftshaus ist ohne Frage gerechtfertigt, schließlich wird dort jede Menge Vereinsleben stattfinden und die Feuerwehr ist unumstritten wichtig. Jetzt gilt es nur, sich auch an die vereinbarten Kosten zu halten.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel