Verband VdK: Ein Stelldichein mit Prominenz

Kopf drehen, der Kultusminister spricht: Bei der Kreisinformationsveranstaltung des VdK-Kreisverbands Heidenheim in der Walter-Schmid-Halle sprachen prominente Vertreter aus Gesellschaft und Politik – und es gab zahlreiche Informationen zum Thema Rente.
Kopf drehen, der Kultusminister spricht: Bei der Kreisinformationsveranstaltung des VdK-Kreisverbands Heidenheim in der Walter-Schmid-Halle sprachen prominente Vertreter aus Gesellschaft und Politik – und es gab zahlreiche Informationen zum Thema Rente. © Foto: Foto: Mathias Ostertag
Mathias Ostertag 21.09.2015
Drei Abgeordnete, ein Oberbürgermeister, der Sozialdezernent des Landkreises und die Vorsitzende des Kreisseniorenrats: Die Rednerliste der Kreisinformationsveranstaltung des Sozialverbands VdK konnte sich sehen lassen. Kein Wunder, zählt der Verband im Kreis Heidenheim stolze 6000 Mitglieder.

Die geballte Mitgliederpräsenz des VdK aus dem Kreis Heidenheim war freilich am Samstag nicht in die Walter-Schmid-Halle gekommen, um den erfreulicherweise kurz gehaltenen Grußworten der sechs Redner aus Gesellschaft und Politik zu lauschen. Doch die mehreren hundert VDKler zeugten zumindest davon, dass der Sozialverband, der 1950 unter dem Namen „Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands“ gegründet wurde und heute deutschlandweit 1,7 Millionen Mitglieder zählt, eine gewichtige Rolle in der Gesellschaft spielt. „Sie haben dreimal so viele Mitglieder hier vor Ort wie die politischen Parteien, allein das zeigt die enorme Stärke des VdK“, merkte der CDU-Landtagsabgeordnete Bernd Hitzler, der selbst Mitglied im Ortsverband Dischingen ist, an.

Sein Kollege im Landtag, Kultusminister Andreas Stoch (SPD), würdigte die Errungenschaften und Taten des VdK nach Ende des Zweiten Weltkriegs, ohne nicht dabei zu vergessen, Parallelen in die heutige Zeit hinein zu ziehen. „Der VdK steht für Solidarität. Und ich setze darauf, dass sie sich beim Finden von Lösungen in der aktuellen Flüchtlingsdebatte mit einbringen“, sagte der Landtagsabgeordnete. „Mein Appell geht an die gesamte Gesellschaft, den Menschen, die kommen, hier eine neue Heimat zu geben.“

Auch Sozialdezernt Anton Dauser als Vertreter von Landrat Thomas Reinhardt zollte dem VdK Anerkennung für dessen Arbeit. „Der VdK unterstützt all jene, die sich im bürokratischen Raster der Sozialgesetzgebung verirren. Der VdK ist bei den Menschen vor Ort. Deshalb geht der Dank des Landkreises auch an die vielen ehrenamtlichen Helfer für ihr soziales Engagement.“

Vom Hausherr, Oberbürgermeister Gerrit Elser, gab es ebenfalls viel lobende Worte „für die große Familie VdK. Bei ihnen steht der Mensch seit jeher im Mittelpunkt. Die Interessen der Schwächeren in der Gesellschaft sind ihr Thema.“ Elser verwies auch auf die hervorragende Arbeit des VdK vor Ort unter der Vorsitzenden Evi Mack und gedachte dem großen Engagement des vor einiger Zeit verstorbenen, langjährigen Ortsverbands-Vorsitzenden Hans-Jürgen Fedchenheuer.

Der VdK-Kreisvorsitzende Werner Fröhle brachte dann auch noch ein paar Zahlen mit. 273 000 Euro hat der VdK Heidenheim im vergangenen Jahr für seine Mitglieder erstritten, Tendenz seit Jahren steigend. Zum Vergleich: Der VdK Baden-Württemberg holte 2014 aus Rechtsstreitigkeiten 8,45 Millionen Euro für die Mitglieder heraus. Auch nahm der Kreisvorsitzende in seiner kurzen Rede einige gesetzgeberische Entscheidungen der Bundespolitik in den Blick, um dann das Mikrofon an Ingo Glenk vom Regionalzentrum Aalen der Deutschen Rentenversicherung weiterzugeben, welcher „Aktuelle Themen aus der Rentenversicherung“ anschaulich erklärte.