Giengen Unterkünfte werden nicht mehr benötigt

Das Haus an der Planiestraße wird seit Frühjahr nicht mehr von Flüchtlingen bewohnt.
Das Haus an der Planiestraße wird seit Frühjahr nicht mehr von Flüchtlingen bewohnt. © Foto: Fotos: Dieter Reichl
Giengen / Dieter Reichl 13.08.2018
Das Gebäude zur Unterbringung von Flüchtlingen in der Planiestraße wurde seitens des Landratsamts im Frühjahr aufgegeben, das Schwesternwohnheim am Schießberg jetzt Ende Juli.

Vor dem Hintergrund der weiterhin niedrigen Zuweisungszahlen von Geflüchteten hat der Landkreis Heidenheim weitere Gemeinschaftsunterkünfte geschlossen. Auch in der Stadt Giengen war dies in den vergangenen Monaten der Fall. Die Bühlbergstraße 30 und die Planiestraße 3 in Giengen werden seit dem Frühjahr nicht mehr als Gemeinschaftsunterkunft genutzt. Ende Juli 2018 wurde schließlich auch die Unterkunft im ehemaligen Schwesternwohnheim in der Jahnstraße am Schießberg geschlossen. Die 35 Bewohner sind bereits ins Integrationszentrum nach Heidenheim umgezogen.

Die Mietverträge aller aufgelösten Unterkünfte konnten, wie das Landratsamt mitteilt, überwiegend bereits gekündigt werden.

Bereits 2014, also noch deutlich vor der großen Flüchtlingswelle, hatte sich das Landratsamt um Unterkünfte für Asylbewerber bemüht und damit begonnen, sowohl das Gebäude in der Bühlbergstraße in der Südstadt wie auch das Gebäude an der Planiestraße – vielen noch als ehemaliger Steingass bekannt – für die Aufnahme von Flüchtlingen umzubauen und zu sanieren.

Selbst Supermarkt genutzt

Im Zuge der starken Flüchtlingswelle 2016 genügten diese Plätze nicht mehr – als Unterkünfte wurden dann auch der ehemalige Supermarkt in der Heidenheimer Straße sowie das Schwesternwohnheim am Schießberg genutzt.

Der ehemalige Supermarkt, in dem im Mai 2016 noch rund 60 Menschen lebten, wurde aufgrund sinkender Zuweisungszahlen allerdings bereits im August 2016 wieder geschlossen.

Und jetzt Ende vergangenen Monats war es als letzte Gemeinschaftsunterkunft in der Stadt das Schwesternwohnheim am Schießberg, das theoretisch Platz bot für 120 Menschen, und wo jetzt noch 35 Personen untergebracht waren, das als Gemeinschaftsunterkunft aufgegeben wurde.

Inzwischen gibt es im gesamten Landkreis nur noch drei für die vorläufige Unterbringung genutzte Standorte in zwei Kommunen, nämlich zwei in Heidenheim und einer in Steinheim.

Seit Mitte 2016 bereits hat sich die Situation bei den Zuweisungen laut Landratsamt deutlich entspannt. 2017 kamen insgesamt nur noch 216 Geflüchtete im Landkreis Heidenheim an. In diesem Jahr waren es bis Ende Juli 71 Personen. Aktuell wird mit einer Neuzuweisung von fünf bis sechs Geflüchteten monatlich gerechnet.

Unabhängig von den Gemeinschaftsunterkünften leben derzeit laut Stadtverwaltung 280 Flüchtlinge in Giengen. 106 davon wohnen in den Anschlussunterbringungen an der Scharenstetter Straße, an der Riedstraße, am Pommernweg und an der Barbarossastraße. 174 Flüchtlinge leben demnach in privaten Wohnungen.

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