Giengen Unfall am Gleis: Hermaringer Räte melden sich zu Wort

Nach dem Lkw-Unfall am Bahnübergang melden sich nun auch Hermaringer Gemeinderäte zu Wort.
Nach dem Lkw-Unfall am Bahnübergang melden sich nun auch Hermaringer Gemeinderäte zu Wort. © Foto: Markus Brandhuber
Giengen / Brigitte Malisi 03.02.2019
Nach dem Lkw-Unfall reagieren Vertreter aus Hermaringen auf Äußerungen im Giengener Sitzungssaal.

Der Unfall am Bahnübergang Mitte vergangener Woche, bei dem ein Regional-Express einen rangierenden Laster gerammt hatte, wurde in der jüngsten Sitzung des Giengener Gemeinderats diskutiert. Zur Sprache kam im Sitzungssaal des Rathauses dabei auch eine Stellungnahme des Hermaringer Gemeinderats Hans-Dieter Diebold, der nach dem Unfall Pläne für die Stadtrandstraße und die damit einher gehende Beseitigung des Bahnübergangs als überflüssig bezeichnete. Giengener Stadträte wiederum hatten diese Äußerungen unter anderem als „anmaßend“ und „Einzelmeinung“ tituliert.

Die nächste Diskussionsrunde zum Thema gab es nun im Gemeinderat in Hermaringen. Stefan Czichon machte dabei deutlich, dass er die Ansicht Diebolds voll und ganz unterstütze. Er verwies außerdem darauf, dass eine Verlegung der Straße – egal welche Variante letztendlich gebaut werde - größtenteils auf Hermaringer Gemarkung stattfinden werde. „Da hat jeder von uns das Recht seine Meinung zu sagen“, forderte Czichon.

Klagen aus dem Nachbarort

Generell hatten die Hermaringer Räte in der Vergangenheit immer wieder beklagt, dass die Stadt Giengen und das Regierungspräsidium zwar betonten, auf gemeinsame Lösungen zu setzen, gleichzeitig werde Hermaringen aber nicht in Gespräche miteinbezogen. Man kenne die Planungen viel zu wenig und habe bisher viel zu wenig Informationen, um überhaupt einmal eine gemeinsame Sichtweise des Gemeinderates zu erarbeiten, bemängelte entsprechend auch Karl Braun.

Das Problem am Bahnübergang sei, dass Lkw-Fahrer immer wieder verbotswidrig abbiegen und dann auf dem Gleisen rangieren müssten. Offensichtlich verließen sich viele Fahrer eher auf den Hinweis ihrer Navis, als auf die Verbotsschilder und ihren Menschenverstand, vermutete Bürgermeister Jürgen Mailänder. Der Überlegung einer besseren Beschilderung und eines Hinweises, wo eine Wendemöglichkeit besteht, standen die Gemeinderäte positiv gegenüber und boten dafür auch die Zusammenarbeit mit der Stadt Giengen an. Schließlich sei das Ziel der Lkw in den meisten Fällen die Vereinigte Filzfabriken Giengen, die wiederum auf der Gemarkung Hermaringen liegen.

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