Giengen Uferweg: Brenz erlebbar machen bleibt wichtiges Ziel

Die Brenz, die ja ausdrücklich im Namen der Stadt Giengen an der Brenz vorkommt, soll mitsamt ihrem Uferbereich stärker ins städtische Leben rücken.
Die Brenz, die ja ausdrücklich im Namen der Stadt Giengen an der Brenz vorkommt, soll mitsamt ihrem Uferbereich stärker ins städtische Leben rücken. © Foto: Joelle Reimer
Giengen / Dieter Reichl 10.10.2018
Als erstes soll ein Kneippbecken realisiert werden. Die Konzeption soll bis Dezember vorliegen.

Zu einer attraktiven Innenstadt gehört für Oberbürgermeister Dieter Henle auch die Brenz und das Brenzufer. Das betonte er im Rahmen des Seniorentags am Dienstag in der Schranne, als er verschiedene Themen aufführte, die nicht zuletzt für die ältere Generation das Leben in der Stadt und der Aufenthalt im städtischen Raum attraktiv machen sollen.

Städtisches Leben am Fluss

Einen Schwerpunkt könnte dabei die Brenz bilden. Die Brenz sei maßgeblich für die Stadt, sagte Henle, was ja bereits im Namen Giengen an der Brenz ablesbar sei. . Aber: die Brenz sei zu großen Teilen kanalisiert und nicht erlebbar. Wenn auch sicherlich nicht durchgängig, so sei diese Situation zumindest in Teilen optimierbar. Henle sprach von einem „städtischen Leben am Fluss“, mit der Gestaltung und Aufwertung des Uferbereichs. Als Stichworte nannte Henle hier den Sinnesgarten oder ein Kneippbecken. Letzteres soll als erstes realisiert werden. Ein Konzept soll bis Dezember vorliegen. Die Vorhaben am Brenzufer wollen natürlich auch finanziert sein, das verschwieg Henle nicht. Und so sei man auf der Suche nach möglichen Fördermitteln.

Brenzbegradigung ab 1946

Ein Blick in die Geschichte: Im September 1946 leitete ein Gemeinderatsbeschluss die umfangreichen Baumaßnahmen zur Korrektur der Brenz ein. Sie begann im selben Jahr mit der Zuschüttung von zwei Brenzarmen. 1948 erfolgt die Brenzregulierung von der Bleichebrücke aufwärts bis zur Margarete-Steiff-Brücke. Die Spitalmühle verlor dadurch ihre Antriebskraft und wurde stillgelegt. Im November 1949 erfolgte der dritte Bauabschnitt zur Entwässerung der Schwage und der Gewinnung von Bauland. Mitte Januar 1950 wurde die Lederstraße nach vorheriger Auffüllung des früherern Brenzbetts bewalzt und mit einem Gehweg versehen. Am 5. Juni 1950 wurde die Brenz in ihr neues Bett geleitet. 1954 beschloss der Gemeinderat, das alte Brenzbett in der Schwage aufzufüllen.

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