Giengen / hz  Uhr
Erstmals in der Firmengeschichte hat die Kreisbaugesellschaft mit Sitz in Giengen einen Jahresüberschuss von über zwei Millionen Euro erzielt.

Die Kreisbaugesellschaft Heidenheim hat im Geschäftsjahr 2018 so erfolgreich gewirtschaftet wie nie zuvor: Erstmals in der Firmengeschichte hat das Wohnungsunternehmen aus Giengen einen Jahresüberschuss von über zwei Millionen Euro erzielt. Auch bei der Bilanzsumme ging es weiter nach oben, nämlich auf den neuen Spitzenwert von über 110 Millionen Euro. Bei seiner jüngsten Sitzung beschloss der Aufsichtsrat des Unternehmens deshalb, die Rücklagen der Kreisbau weiter zu erhöhen. Außerdem empfiehlt das Gremium den Gesellschaftern die Ausschüttung einer Dividende von zwei Prozent auf das gezeichnete Stammkapital, das 2018 bei rund 2,04 Millionen Euro liegt.

„Wir können stolz auf die Kreisbau sein: Auch im Jahr 2018 hat sie wieder sehr gute Werte bei allen wichtigen Kennzahlen erreicht und einmal mehr die Ergebnisse der erfolgreichen Vorjahre weiter übertroffen“, berichtete Kreisbau-Geschäftsführer Wilfried Haut bei der jüngsten Aufsichtsratssitzung.

Nachhaltige Firmenpolitik

Für Haut ist das Ergebnis der Lohn der guten Arbeit in den vergangenen Jahren. „Wir ernten jetzt die Früchte unserer vorausschauenden Strategie. Neben der intelligenten Planung und Bewirtschaftung gehörte dazu auch immer die gute Zusammenarbeit mit den Kommunen im Landkreis Heidenheim. Nur gemeinsam können wir bezahlbaren Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten anbieten – das gilt vor allem für die Zukunft“, so Haut.

Mit einem Eigenkapitalanteil von rund 38 Millionen Euro ist die Kreisbaugesellschaft Heidenheim bestens gerüstet für die Zukunft. Weil die Eigenkapitalquote damit bei über 34 Prozent liegt, erreichte das Unternehmen erneut einen brancheninternen Spitzenwert in Baden-Württemberg. Und das, obwohl es 2018 wieder kräftig in Neubauprojekte investierte.

Intelligente Umschuldung

Einen weiteren Spitzenwert erreichte die Kreisbau 2018 mit ihrem Jahresüberschuss. Mit über zwei Millionen Euro übertraf dieser den ursprünglichen Planwert um insgesamt 380 000 Euro. „Hier haben mehrere Faktoren zusammengespielt: Wir haben durch Neubauten und gezielte Bestandsverkäufe das Wohnungsangebot optimiert, eine höhere Durchschnittsmiete erzielt sowie die Mieteinnahmen insgesamt um 570 000 Euro steigern können. Und bei der Kreditbelastung haben wir zinsgünstig umgeschuldet und die niedrigen Zinsen am Kapitalmarkt genutzt“, erklärte Hans-Jürgen Kling, Leiter Finanzen und Prokurist bei der Kreisbau.

Zum Vergleich: Im Jahr 2006 musste die Kreisbau im Durchschnitt noch 5,05 Prozent Zinsen für ihre Darlehen bezahlen. Dieser Wert hat sich inzwischen halbiert und lag im Geschäftsjahr 2018 nur noch bei 2,52 Prozent. „Damit sparen wir uns auch in Zukunft jede Menge Geld. Um genau zu sein, waren es 2018 etwa 90 000 Euro, die für andere Projekte zur Verfügung standen“, so Kling.

Im September im Ruhestand

Dass die Kreisbaugesellschaft Heidenheim fit für die Zukunft ist und im Jahr 2019 so gut dasteht wie nie zuvor, das ist ganz im Sinne von Geschäftsführer Wilfried Haut, der Ende September in den Ruhestand geht. „Ich habe von Anfang an gesagt, dass ich ein gut bestelltes Feld übergeben möchte. Das scheint zu gelingen“, so Haut, der seit 20 Jahren an der Spitze des Unternehmens steht und maßgeblich an der erfolgreichen Entwicklung der Kreisbau mitgewirkt hat. Bei Hauts Antritt im Jahr 1999 hatte die Bilanzsumme des Unternehmens bei rund 67 Millionen Euro gelegen, die 110 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2018 bedeuten damit eine Steigerung um fast 65 Prozent. Und auch im aktuellen Geschäftsjahr 2019 laufen die Geschäfte bei der Kreisbau gut.