Steiff Steiff und Gymnasium sind jetzt Partner

Partner in Sachen Bildung: Daniel Barth, Geschäftsführer der Steiff Beteiligungsgesellschaft (rechts), und Markus Kuhn, Schulleiter des MSG, unterzeichnen die Kooperationsvereinbarung.
Partner in Sachen Bildung: Daniel Barth, Geschäftsführer der Steiff Beteiligungsgesellschaft (rechts), und Markus Kuhn, Schulleiter des MSG, unterzeichnen die Kooperationsvereinbarung. © Foto: Timo Landenberger
Giengen / Timo Landenberger 08.01.2015
Mit der Steiff Beteilungsgesellschaft hat das Margarete-Steiff-Gymnasium seinen zweiten offiziellen Bildungspartner gefunden. Gestern wurde die Kooperationsvereinbarung von beiden Seiten unterzeichnet. Die Verantwortlichen sprechen von einer „Win-Win-Situation“.

Es ist eine Kooperationsvereinbarung, die auf der Hand lag: 35 Jahre nachdem die Firmengründerin der Margarete Steiff GmbH auch zur Namensgeberin des städtischen Gymnasiums wurde, schlossen die beiden Einrichtungen nun eine Bildungspartnerschaft, die über die bisherige Zusammenarbeit hinausgehen soll. Im Steiff Museum wurde der Vertrag zwischen Schule und der Steiff Beteiligungsgesellschaft gestern unter Dach und Fach gebracht. Eine Zusammenarbeit, von der Schüler und Betrieb gleichermaßen profitieren sollen.

Für das MSG ist das die nunmehr zweite Partnerschaft mit einem Unternehmen. Seit 2011 kooperiert das Gymnasium mit der Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH. Seither haben Schüler des MSG die Möglichkeit, hinter die Kulissen des Kühlgeräte-Herstellers zu blicken. „Anders als in Großstädten, wo Schulen deutlich spezifischere Schwerpunkte setzen, wollen wir in Giengen ein möglichst breit gefächertes Angebot bieten“, sagte Schulleiter Markus Kuhn bei der Unterzeichnung der Partnerschaft. Dazu zähle neben mehreren AGs und Projekten auch die Zusammenarbeit mit Vereinen und Unternehmen.

„Eine Verbindung zu Steiff besteht ja schon länger.“ So schreibe die Firma etwa Preise für besondere Leistungen der Schüler aus, das ein oder andere Praktikum sei dort bereits absolviert worden und der Schülerchor sei stets bei Veranstaltungen von Steiff vertreten. Auch bei der gestrigen Unterzeichnung des Vertrags sorgten die jungen Gesangstalente für die musikalische Untermalung. Durch diesen Vertrag soll nun die lose Zusammenarbeit intensiviert und mittels Vereinbarungen klar festgelegt werden.

„Der erste Schritt ist ein sichtbares Zeichen“, erklärte Kuhn. Im Schulgebäude soll in mehreren Vitrinen das Leben und Werken von Margarete Steiff veranschaulicht werden. Die Schüler der fünften Klassen werden künftig während der Einführungstage das Museum besuchen und sich später im Unterricht näher mit der Unternehmensgeschichte und dem Leben der Firmengründerin beschäftigen. Auch für die Seminararbeit, die alternativ zum mündlichen Abitur gewählt werden kann, ist künftig dieses Thema möglich. Unterstützt würden die Schüler dabei durch die Steiff-Mitarbeiter.

Im Gegenzug setzt das Gymnasium auf seine pädagogische Kernkompetenz und bietet Kurse in Wirtschaftsenglisch und Mathe-Nachhilfe auch für Steiff-Azubis an. „Bildung war Margarete Steiff immer ein besonderes Anliegen. Sie hat trotz ihrer Lähmung die Schule besucht, obwohl Behinderte eigentlich überhaupt nicht unterrichtet wurden“, sagte Kuhn. „Wir hoffen dem durch unser Engagement gerecht werden zu können.“

Seit 1990 trägt das Gymnasium den Namen der berühmtesten Giengenerin. „Für eine Bildungspartnerschaft ist es also höchste Zeit“, sagte Daniel Barth, Geschäftsführer der Steiff Beteiligungsgesellschaft, der neben der Margarete Steiff GmbH auch die Steiff Schulte Webmanufaktur und die Alligator Ventilfabrik angehört. „So kommen wir frühzeitig in Kontakt mit potenziellen Azubis und können den Schülern komplexe wirtschaftliche Themen näherbringen.“

Oberbürgermeister Gerrit Elser sprach von einer „Win-Win-Situation“. „Ich beneide die Schüler der heutigen Generation für diese Möglichkeit.“ Denn so werde den Jugendlichen neben der Bildungsgrundlage auch eine Zukunftsperspektive vermittelt.

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