Rennen Stadtlauf: Giengen bewegt sich

Giengen / Silja Kummer 13.10.2013
Rund 500 Menschen starteten am Sonntag auf den Rundkurs durch Giengen. Der dritte Stadtlauf fand bei besten, wenn auch sehr herbstlichen, Wetterbedingungen statt.

Gerade einmal sieben Grad zeigte das Thermometer am Sonntag um 11.30 Uhr, als die Allerkleinsten an den Start gingen: Mit einem Bambini-Lauf über 250 Meter mit 80 bis 100 kleinen Teilnehmern begann der dritte Giengener Stadtlauf. Noch viel mehr als bei allen anderen Teilnehmern galt hier das olympische Motto: „Dabei sein ist alles“ – schließlich mussten einige Teilnehmer noch von ihren Eltern über die Ziellinie getragen werden.

Wesentlich ehrgeiziger schon die Schüler, die getrennt nach Jungen und Mädchen über eine Distanz von 1500 Meter liefen: 135 Teilnehmer kämpften hier zum Teil um Sekunden. Dass die Kindern bei der Laufveranstaltung den Auftakt machen, muss für Organisator Matthias Willer von der TSG Giengen so sein: „Dann können auch Eltern, die selbst mitlaufen wollen, bei den Kindern zuschauen.“ Der Nachwuchs ist der Leichtathletik-Abteilung wichtig, und für manchen Schüler war der Stadtlauf schon das entscheidende Ereignis, um beim Laufen dabei zu bleiben. Besonders schön ist dabei die familiäre Atmosphäre in Giengen: „Da kommt der Theo – super gelaufen!“, ruft Willer schon mal ins Mikrophon, denn viele der Läufer kennt man eben.

Um 12.30 Uhr fiel der Startschuss für die Erwachsenen, 340 Läufer und 39 Nordic Walker gingen über zehn oder fünf Kilometer auf die Strecke. Bei den Männern wurde es über die Zehn-Kilometer-Distanz am Schluss noch richtig spannend, als Sieger Andi Meyer ganz knapp vor Frank Hermann ins Ziel lief. Schnellste Frau war Angela Wegele. Bei den Läufen über fünf Kilometer siegten Leonie Weireter und Alessandro Collerone (Die detaillierten Ergebnisse des Stadtlaufs finden Sie morgen im Sportteil unserer Zeitung).

Ab 6 Uhr morgens waren die freiwilligen Helfer der TSG zusammen mit drei städtischen Angestellten in der Innenstadt zugange, um Begrenzungssteine und Blumenkübel zur Seite zu schaffen und die Absperrungen für die Laufstrecke aufzubauen. Der Start zwischen Schranne und Stadtkirche hatte sich im letzten Jahr bewährt, sodass hier wieder Beginn und Ende der Rundstrecken zu finden war. Rund 100 Helfer waren insgesamt nötig, um die Strecke zu sichern, die Zeiten zu messen und die Läufer zu verpflegen.

Nicht alle Giengener waren mit dem Stadtlauf glücklich, so mussten die Verantwortlichen zumindest an einer Stelle feststellen, dass die Absperrung umgeworfen wurde, um den Weg frei zu machen. Gegen 14 Uhr waren jedoch ohnehin alle Hindernisse beseitigt: Die Streckenposten waren angewiesen, nach dem letzten Läufer gleich abzubauen.

Matthias Willer konnte am Ende eine positive Bilanz ziehen: Insgesamt rund 500 Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Bewegung versetzt, viel Sonne auf der Strecke und keine Zwischenfälle – lediglich eine kleine Läuferin musste mit einem Pflaster versorgt werden.

Die detaillierten Ergebnisse der Läufe veröffentlicht die TSG Giengen im Internet unter www.tsg-giengen.de.