Giengen Sport in Giengen: Wie geht’s weiter?

Wie soll es mit den Sportanlagen auf dem Schießberg weiter gehen? Diese und weitere Antworten soll die Fortschreibung des Sportentwicklungsplans geben.
Wie soll es mit den Sportanlagen auf dem Schießberg weiter gehen? Diese und weitere Antworten soll die Fortschreibung des Sportentwicklungsplans geben. © Foto: Geyer-Luftbild
Giengen / Marc Hosinner 04.12.2018
Der Plan für die Sportentwicklung us dem Jahr 2008 soll nun aktualisiert und neu aufgestellt werden. Der Schwerpunkt soll auf der Betrachtung der Anlagen der Schulen und Vereine liegen.

Hier ein Stadion mit einer maroden Laufbahn, dort gleich mehrere Trainingsplätze für Kicker und dann auch noch zwei Vereine, die fast in Nachbarschaft auf unterschiedlichen Anlagen Tennis spielen. Allein ein Blick auf den Giengener Schießberg genügt, um Fragen zu formulieren. Wie die: Werden all die Plätze in zehn bis 15 Jahren noch gebraucht?

Müssen ganz andere infrastrukturelle Strukturen geschaffen werden? Und wenn ja: Wie sollen die aussehen und finanziert werden?

Antworten darauf soll die Fortschreibung des Sportentwicklungsplanes geben. Zuletzt war das 2008 geschehen. Seinerzeit war eine Bestandsaufnahme vorgenommen worden was Angebote und Strukturen anbelangt. Infrastrukturelle Themen spielten allerdings eine eher untergeordnete Rolle.

Externer Partner des Rathauses war damals das Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung mit Sitz in Stuttgart. Nach Empfehlung des Stadtsportrings und Beschluss des Gemeinderats werden die Experten auch jetzt wieder tätig sein. Bis Ende 2019 sollen sie vornehmlich die Sportstätten ins Visier nehmen, gleichzeitig aber auch die Felder Angebote und Organisation nicht aus den Augen verlieren.

Erhebungen und Analysen

Im ersten Schritt der Aktualisierung soll eine Erhebung des Bestands an Sportangeboten und Räumen, an und in denen Sport angeboten wird erfolgen. Darauf sollen Analysen den Bedarfs aufbauen, die über Befragungen der Vereine und Schulen abgedeckt werden. Auf dieser Basis soll dann der zukünftige Bedarf an Sportplätzen und Hallen berechnet werden.

Alle Daten sollen dann in einem weiteren Schritt gemeinsam in einer Planungsgruppe, unter anderem bestehend aus Mitgliedern des Stadtsportrings, der Verwaltung und des Gemeinderats diskutiert und interpretiert werden. Ziel ist die Erarbeitung eines Konzepts für die weitere Entwicklung des Sports in Giengen.

„Hinter dem geplanten Vorgehen stehen jede Menge Erfahrung und Expertise. Wir hatten eine gute Wiederaufnahme im Stadtsportring. Zudem können wir auch auf sehr gute Entwicklungen verweisen, wie etwas das praktizierte Sport-Karussell an der Bühlschule. Jetzt geht es auch um die Vernetzung von Vereinen. Wir wollen einen Prozess anstoßen“, so Oberbürgermeister Dieter Henle zum Beschluss, das Planwerk für den Sport zu aktualisieren.

Teil der Stadtentwicklung

„Ich bin froh, dass es endlich losgeht“, sagte Stadtrat Bernds Kluge (SPD), gleichsam stellvertretender Vorsitzender der TSG Giengen. Als Verein wisse man nicht, wo der Weg hingeht. Die Vorsitzende der CDU-Fraktion, Elisabeth Diemer-Bosch meinte: „Es ist gut, dass der Sportentwicklungsplan wieder aufgenommen wird.“ Überdies sei die Sportentwicklung auch Teil der Stadtentwicklung. SPD-Fraktionsvorsitzende Gaby Streicher freute sich, dass „Bewegung in die Sache“ kommt. Wichtig sei, den Tunnelblick zu verlassen und ihn auch auf die Straßen und Spielplätze zu richten.

Alexandra Carle, Vorsitzende der Fraktion Unabhängige/Grüne sagte, sie zustimmen. Allerdings habe sie gedacht, dass der Stadtsportring die Erhebung vornehme. Andreas Salemi, Leiter des Amtes für Kultur, Sport und Tourismus sagte dazu: „Grundsätzlich sind wir dafür, so weit wie möglich ohne fremde Hilfe zu steuern. Dies ist beim Sportentwicklungsplan aber nicht möglich.“ Dem pflichtete Stadtrat Franz Heger (CDU) bei: „Wir brauchen externe Hilfe.“

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