Überfall Spezialkommando nimmt insgesamt sieben Black Jackets fest

© Foto: Polizei
Heidenheim/Giengen / 25.10.2012
Die Staatsanwaltschaft hat gegen sieben Mitglieder der Black Jackets Haftbefehle erlassen. Sie werden des schweren Raubes an einem 22-Jährigen auf dem Schießberg in Giengen beschuldigt.
Wie die Staatsanwaltschaft Ellwangen am Donnerstag in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit der Polizei mitteilte, sei es Beamten einer Ermittlungsgruppe der Polizeidirektion Heidenheim gelungen, mehrere Tatverdächtige zu ermitteln, die im Verdacht stehen, am frühen Abend des 28. September dieses Jahres auf dem Schießberg einen 22-jährigen Mann beraubt zu haben. Bei den Tatverdächtigen im Alter zwischen 19 und 32 Jahren handelt es sich der Staatsanwaltschaft zufolge um Mitglieder der rockerähnlichen Gruppierung Black Jackets.

Dem Überfall vor vier Wochen sollen Unstimmigkeiten zwischen dem 29 Jahre alten Hauptverdächtigen und dem 22-jährigen Opfer aus dem Raum Waiblingen wegen der Reparatur eines Pkw voraus gegangen sein. Am Tattag sei es zwischen den beiden Männern zu einem Treffen auf dem Schießberg gekommen. Der 29-Jährige, welcher bei den Black Jackets eine Führungsrolle ausüben soll, soll während der Zusammenkunft mehrere Mitglieder seines Chapters angerufen haben. Anschließend sollen mehrere Personenwagen das Fahrzeug des Geschädigten umstellt haben.

In der Folge soll der 29-Jährige eine Geldtasche mit mehreren Tausend Euro aus dem Pkw des Geschädigten genommen und den Auftrag erteilt haben, dem 22-Jährigen eine „Abreibung“ zu verpassen. Hierzu sollen Schlagwerkzeuge benutzt und das Opfer mit einer Faustfeuerwaffe bedroht worden sein. Der Geschädigte erlitt zahlreiche Prellungen sowie Verletzungen im Bereich des Innenohres, weshalb er stationär in einer Klinik behandelt werden musste.

Angehörige des Spezialeinsatzkommandos Baden-Württemberg nahmen der Pressemitteilung zufolge im Laufe der Ermittlungen insgesamt sieben Mitglieder der Black Jackets fest. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ellwangen wurde gegen sieben Beschuldigte Haftbefehl erlassen. Vier von ihnen wurden in Justizvollzugsanstalten gebracht, gegen zwei wurden die Haftbefehle gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt, ein Haftbefehl wurde zwischenzeitlich aufgehoben.

Außerdem durchsuchten Beamten der Ermittlungsgruppe und der Bereitschaftspolizei Göppingen mehrere Wohnungen und stellten diverse Waffen, darunter zwei Schusswaffen, Schlagwerkzeuge, illegale Muskelaufbauprodukte sowie Marihuana sicher. Die Ermittlungen dauern an.
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