Sonderausstellungen retten Hürbener Stadtmuseum

Reise in die Vergangenheit: Bei der Eröffnung der Ausstellung „Sachsenhausen – eine lebendige Dorfgemeinschaft“ am Freitagabend hat sich gar so mancher  wiedererkannt.
Reise in die Vergangenheit: Bei der Eröffnung der Ausstellung „Sachsenhausen – eine lebendige Dorfgemeinschaft“ am Freitagabend hat sich gar so mancher wiedererkannt. © Foto: Foto: sin
Annika Sinnl 26.03.2012
Rund um Sachsenhausen geht es bei der dritten Teilortausstellung, die am Freitagabend im Stadtmuseum in Hürben eröffnet wurde. Wie wichtig die Ausstellungen für das Stadtmuseum sind – auch das wurde klar.

Alte Fotos, Lagepläne, Getreidesäcke und gar ein altes Schulklo: Im Stadtmuseum in Hürben dreht sich seit Freitag alles um die Vergangenheit Sachsenhausens. Seit Freitag nämlich ist dort eine Sonderausstellung zu sehen. „Sachsenhausen – eine lebendige Dorfgemeinschaft“ ist das Thema. Nach Hürben und Hohenmemmingen ist es die dritte Teilortausstellung, die im Stadtmuseum auf die Beine gestellt wurde. Nur noch Burgberg steht aus, um die Serie zu komplettieren.

Schon bei der Eröffnung fand die Ausstellung rund um Sachsenhausen Anklang bei den Bürgern. Etliche Interessierte waren gekommen, um die historischen Dokumente, die Bilder und das Filmmaterial zu sichten. Um sich also ein Bild zu machen, von dem, was Stadtarchivar Dr. Alexander Usler, allen voran aber drei Ehrenamtliche in Zusammenarbeit mit Sachsenhausener Bürger auf die Beine gestellt haben.

Wie wichtig deren Engagement sei, hob Usler in seiner Eröffnungsrede nicht nur einmal hervor. Vor allem seit er als Stadtarchivar für Giengen und Heidenheim zuständig ist, seien helfende Hände unerlässlich. „Ohne sie könnte ich das nicht leisten“, sagte Usler. Mit Ulrich Stark, Wolfgang Thalesch und Klaus Kratochwil hätten so zum ersten Mal in der Geschichte des Stadtmuseums ehrenamtlich tätige Giengener eine Sonderausstellung selbstständig auf die Beine gestellt. Auch an Sachsenhausener Bürger richtete Usler Dankesworte. Etwa an Roland Vetter und Otto Keck, die Bildersammlungen zur Verfügung gestellt hatten und dem Ausstellungsteam mit Rat und Tat zur Seite gestanden waren. Usler verwies auch auf die geringen finanziellen Mittel, mit denen die Ausstellung auf die Beine gestellt werden musste: „Das Trio hat dies mit einem herausragenden Improvisationstalent, kreativer Fantasie und viel Einsatz mit Bravour gemeistert.“

Dass die Teilortausstellungen, wie sie vor zwei Jahren initiiert worden sind, ankommen, zeigen die Besucherzahlen: „Ohne die Sonderausstellungen hätten wir schon lange schließen müssen“, sagte Usler. Doch dank der Sonderausstellungen und dank des Museumsfestes, das heuer am 6. Mai stattfindet, hätte sich die Besucherzahl mittlerweile mehr als verdreifacht, so Usler. Jetzt zähle das Museum rund 1100 Besucher pro Jahr. So also kann es weitergehen. Für kommendes Jahr ist deshalb die nächste und letzte Teilortausstellung geplant. Dann wird es um Burgberg gehen. Die Ausstellung soll in der dortigen Mühle stattfinden.