Giengen Sommerfreizeit in Giengen: Zwei Wochen im Hasenloch zu Hause

Spiel und Spaß im Hasenloch, bei gleichzeitiger Entlastung der Eltern – dafür steht auch in diesem Sommer die Kinderfreizeit der Arbeiterwohlfahrt.
Spiel und Spaß im Hasenloch, bei gleichzeitiger Entlastung der Eltern – dafür steht auch in diesem Sommer die Kinderfreizeit der Arbeiterwohlfahrt. © Foto: Markus Brandhuber
Giengen / Dieter Reichl 09.08.2018
Bereits zum 31. Mal unterstützt die Arbeiterwohlfahrt Giengen die Eltern durch verlässliche Kinderbetreuung.

Seit nunmehr 31 Jahren unterstützt die Arbeiterwohlfahrt (Awo) Eltern aus Giengen und umliegenden Orten bei der Kinderbetreuung in den Ferien. Ein fester Begriff nämlich ist hierbei die zweiwöchige Sommerfreizeit im und beim Naturfreundehaus Hasenloch, die jetzt am Freitag zu Ende geht.

Beteiligt sind in diesem Jahr 78 Kinder im Alter von sechs bis 13 Jahren, die aus Giengen und den Teilorten sowie aus umliegenden Gemeinden kommen.

Begründet hat diese Freizeit der ehemalige Awo-Vorsitzende Helmut Bartsch, mit dem Hintergrund, den bei der BSH arbeitenden Eltern in der damaligen „Schlusswoche“ der Firma durch eine verlässliche und kostengünstige Kinderbetreuung von frühmorgens bis spät am Nachmittag Entlastung zu ermöglichen.

Alleinerziehender Eltern profitieren von dem Ferienprogramm

Dieses Ansinnen besteht heute noch, auch wenn es bei der BSH die zweiwöchige Produktionsunterbrechung im Sommer längst nicht mehr gibt. Dafür gibt es, so berichten es die Leiter der Freizeit, Inge Stoch und Udo Fehrle, immer mehr allein erziehende Väter oder Mütter, die nicht minder von diesem bewährten Ferienangebot profitieren. Zudem sind unter den Teilnehmern fünf Flüchtlingskinder.

Das Leitungsduo, in dem Inge Stoch für die Organisation und Udo Fehrle für die Pädagogik zuständig ist, wird unterstützt durch in diesem Jahr dreizehn jugendliche Helfer, die zumeist aus eigenen Reihen stammen und die Freizeit bereits von früher kennen. Dies ist hilfreich, so Fehrle, denn sie kennen das Große und ganze und wissen um den Tagesablauf, der, weil bewährt, auch diesmal wieder gilt.

Die Kinder werden morgens abgeholt

Ein besonderer Service ist, dass die Kinder morgens wohnortnah durch vom Kreisverband zur Verfügung gestellte Kleinbusse abgeholt und ins Hasenloch gefahren werden. „Dadurch vermeiden wir auch einen üppigen Pkw-Verkehr von und zum Hasenloch“, sagt Inge Stoch. Ab 7.15 Uhr kommen die ersten Kinder, um 8.30 Uhr startet ein gemeinsamer Frühsport, getrennt nach jüngeren und älteren Kindern, dann gibt's Frühstück. Das Tagesprogramm, unterbrochen durch ein von der BSH-Küche zubereiteten Mittagessen, endet am späten Nachmittag gegen 18 Uhr.

Die Freizeit wird geschätzt, ab der ersten Minute der Anmeldezeit klingelt bei Inge Stoch das Telefon, und eigentlich am ersten Tag ist die Freizeit dann voll. Jedem, der teilnehmen wolle, möchte man das auch ermöglichen und keinen abweisen, sagt Inge Stoch. So kam es auch schon zu Teilnehmerzahl von um die 90 Kinder.

Hasenloch ist perfekter Veranstaltungsort

Das prägende Element der diesjährigen Freizeit war natürlich die große Hitze. Wobei sich der Veranstaltungsort, das Hasenloch, wiederum als ideal erweist, weil dort auf Wiesen, unter Bäumen und im Wald die Kinder gefahrlos spielen können. Frei bestimmte Zeit und gemeinsame Aktivitäten wie Basteln wechseln einander ab, Spaß und Sport ohne Freizeitstress soll es sein. Von den kreativen Basteleien können sich in Form einer Ausstellung die Eltern ein Bild machen, die nämlich immer am Donnerstag der zweiten Woche zu einem Besuch eingeladen sind.

So wird das Hasenloch für die Teilnehmer zwei Wochen lang fast zur zweiten Heimat - denn sie sind stets dort. Auf Ausflüge oder auch auf einen Besuch im Bergbad, was in früheren Jahren bisweilen unternommen wurde, wird verzichtet, wegen der großen Hitze und der vielen Sonne, und nicht zuletzt aufgrund der Schwierigkeit, 80 Kinder die ganze Zeit sicher beaufsichtigen zu können. Dieter Reichl

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