Müll Silvester-Sauerei: Wer jetzt aufräumen muss

Giengen / Joelle Reimer 04.01.2016
Einige Tage ist sie jetzt schon her, die große Böllerei zu Silvester - doch schaut man sich in Giengen um, gibt es durchaus Gebiete, in denen es so aussieht als sei das Feuerwerk erst gestern gezündet worden.

In der Memminger Wanne liegen noch besonders viele Raketen-Reste und Verpackungen auf den Straßen – dort wird erfahrungsgemäß immer mehr geböllert, sagt Claudius-Michael Klatt vom Tiefbauamt. Und da kommen dann die Mitarbeiter vom Bauhof zum Einsatz: Zündeln, Raketen schauen – das macht jeder gerne.

Die matschigen Reste am nächsten Tag von der Straße klauben, da hingegen machen sich nur wenige die Hände schmutzig. „Eigentlich muss der Verursacher aufräumen. Aber wo extrem viel liegen bleibt, kommt der Bauhof“, so Klatt. Doch warum ist fünf Tage nach Neujahr noch nichts passiert? „Ganz einfach. Nach Silvester kam direkt das Wochenende, und am Montag hat der Schnee alles gnädig zugedeckt“, so Klatt.

Der Bauhof setzte seine Prioritäten zunächst aufs Schneeräumen. „Wenn aber alles schmilzt, beseitigen wir die Reste mit der Kehrmaschine oder per Hand“, sagt Klatt, der die Müllmenge nach dem diesjährigen Silvester als nicht übermäßig wahrnimmt.

„Es war ziemlich ruhig. Klar, bei zehn Meter Sichtweite braucht man kein Feuerwerk zünden. Im Vergleich war es in den letzten Jahren in der Oggenhauser Straße immer sehr viel schlimmer“, sagt Klatt. Generell gebe es, was den Müll angeht, viel schlimmere Zeiten als den Jahreswechsel. „Allein, wenn montags die gelben Säcke geholt werden und die Leute diese schon freitags raus stellen. Da braucht nur ein Sturm zu kommen, und es sieht richtig schlimm aus – kein Vergleich zu den Silvesterraketen.“

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