Musik Schwäbische Spezialitäten bei Stadtfest gefragt

Auch Musik verbindet die Partnerstädte: das Klarinetten-Ensemble mit Ute Zink und Andrea Wollner bei seinem Auftritt in Pré St. Gervais.
Auch Musik verbindet die Partnerstädte: das Klarinetten-Ensemble mit Ute Zink und Andrea Wollner bei seinem Auftritt in Pré St. Gervais.
Le Pré St. Gervais / 07.06.2013
Aus Anlass des Stadtfests in der französischen Partnergemeinde Le Pré St. Gervais vor den Toren von Paris kam es jetzt erstmals zu einer grenzüberschreitenden musikalischen Begegnung.

Es ist ja nichts Neues, dass Musik Grenzen überwindet. Um zusammen aber zu musizieren, da muss man sich treffen und Distanzen überwinden: Umgesetzt wurde diese Einsicht erfolgreich beim gemeinsamen Konzert des Klarinetten-Ensembles der städtischen Musikschule mit Ensembles der Musikschule von Le Pré St. Gervais. Philippe Guiot, Leiter der gastgebenden Musikschule, war voll des Lobes, dass es zum ersten Mal zu einem solchen gemeinsamen Konzert gekommen ist.

Unter Leitung von Ute Zink präsentierten die jungen Musikerinnen aus Giengen ein anspruchsvolles Programm mit populären deutschen Volksliedern, einem Tango von Colin Cowles und „Indianergeschichten“ von Josef Bönisch. Abwechslungsreich gestalteten die Jugendlichen aus Le Pré St. Gervais ihr Programm. Die Violinschüler interpretierten mit Begleitung am Flügel von Musikschullehrer Sergio Garcia, mit unterschiedlichen Solisten und wechselnden Zusammensetzungen, Melodien aus aller Welt. Spannend gestaltete sich ein Duett mit Harfe und Kontrabass. Unter Leitung von Bénédicté Fauser wartete das Akkordeon-Orchester mit vielen französischen und spanischen Musikstücken auf. In Familien haben die jungen Schülerinnen eine herzliche Aufnahme gefunden. Die Begegnungen untereinander führten zum festen Vorhaben, die Kontakte zwischen den Musikschulen weiter auszubauen, um zu erreichen, dass im nächsten Jahr eine Begegnung mit weiteren Ensembles in Giengen zustande kommen kann.

Was für ein Glück: das Stadtfest mit großem Flohmarkt konnte bei Sonnenschein stattfinden. So war es auch kein Wunder, dass den ganzen Tag über der Stand des Partnerschaftskomitees mit den schwäbischen Spezialitäten dicht umlagert war. Giengener Bier, Leberkäse, Bratwurst, Schupfnudeln und Maultaschen fanden reißenden Absatz. Umringt von einem großen Stab und Sicherheitsleuten tauchte Claude Bartologne auf, ehemaliger Bürger der Stadt Le Pré und amtierender Präsident der Nationalversammlung Frankreichs. Aus den Gründerzeiten der Partnerschaft (Jugendaustausche) bestens mit Giengen vertraut, kam es zu herzlichen Begrüßungen mit den Brenztälern.

Eine Stadtführung in Pré St. Gervais stand ebenso auf dem Programm. Zudem wurde die Gelegenheit genutzt, neben den Kontakten in den Familien, die Freizeit zu einem Besuch in Paris zu verwenden. Mit Freude konstatierte Reiseleiter Rudolf Boemer die Tatsache, dass mehrere Schüler des Margarete-Steiff-Gymnasiums unter Leitung von Andrea Wollner und Jakob Jung die Gelegenheit nutzten, um die Menschen der Partnerstadt und auch Paris kennenzulernen. Edgard Aberle, Präsident des „Comité de Jumelage“ kündigte an, mit großer Truppe und den karibischen „Bel Matador“ das Giengener Stadtfest im Juli zu bereichern. rb

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