Hürben / Catrin Weykopf  Uhr
HÜRBEN. Sie sind schnell, denn sie sind gleich um die Ecke, wenn in Hürben etwas passiert: Die Mitglieder der Helfer-vor-Ort-Gruppe. Um noch besser gerüstet zu sein, benötigen sie einen Defibrilator und Notfallrucksäcke. Auf dem HZ-Spendenportal „Unsere Hilfe zählt“ sammeln sie hierfür Spenden.

Ob ein Fahrradunfall oder ein Kreislaufkollaps, wenn rund um Hürben ein medizinischer Notfall gemeldet wird, für den ein Rettungswagen angefordert ist, sind die Sanitäter der Helfer-vor-Ort-Gruppe als erstes am Unglücksort. Noch bevor Krankenwagen und Notarzt da sind, verschaffen sie sich einen Überblick über die Lage oder leisten Erste Hilfe.

Doch hierzu benötigen sie Ausrüstung, genauer: einen Defibrilator und zwei Notfallrucksäcke. Weil sie ehrenamtliche Helfer sind, müssen sie für ihre Ausrüstung größtenteils selbst aufkommen. Insgesamt brauchen die Hürbnener DRKler 5400 Euro, um diese Hilfsmittel bezahlen zu können. Über das Spendenportal der Heidenheimer Zeitung, „Unsere Hilfe zählt“, bitten sie um finanzielle Unterstützung.

Was ist drin im Notfallrucksack?

Doch was genau ist drin, in so einem Notfallrucksack? Frieder Fucker, DRK-Kreisbereitschaftsleiter und Mitglied der Helfer-vor-Ort Hürben, erklärt: „Neben Verbandsmaterial und einer Halskrause haben wir Sauerstoff, Eis und ein Pulsoximeter dabei.“ Mit das Teuerste im Rucksack ist aber der Druckminderer für den Sauerstoff. Mit diesem kann die ausströmende Menge an Gas aus der Flasche geregelt und an die Bedürfnisse des Notfallpatienten angepasst werden. Ein vollständig ausgestatteter Rucksack schlägt mit rund 2000 Euro zu Buche. Ein Defibrilator kostet weitere 2000 Euro, und noch einmal 1000 Euro brauchen die Helfer, um einen Kinder-Notfallrucksack zu bezahlen.

Doch warum müssen die Sanitäter diese Ausrüstung selbst finanzieren? „Ganz einfach“, sagt Frieder Fucker. „Die Helfer-vor-Ort gehören nicht zum regulären Rettungsdienst. Was wir machen, ist freiwillig und ehrenamtlich.“ Zwar bekommt das DRK für seine kreisweit insgesamt 15 Helfer-Gruppen jährlich aus mehreren Quellen Unterstützung in Form fest zugesagter Spenden, doch das reicht nicht, um alles zu bezahlen.

600 Einsätze pro Jahr im Kreis

Insgesamt sind die Kreis-Teams pro Jahr circa 600 mal im Einsatz, das entspricht etwa zwei Notfällen am Tag, zu denen sie ausrücken. Doch während im Falle eines Unfalls die Kosten für den Rettungswagen und das Notarztteam anschließend von der Krankenkasse des Verunfallten beglichen werden, haben die vor-Ort-Helfer ihre eigenen selbst zu tragen – so fahren sie beispielsweise mit dem Privatauto zum Unfallort. Bisher hat lediglich die Königsbronner Gruppe ein eigenes Fahrzeug.

Und auch Fortbildungen müssen die vor-Ort-Sanitäter in ihrer Freizeit absolvieren. „Da können gut und gerne drei Wochen Urlaub am Stück anfallen, die man dafür braucht“, berichtet Frieder Fucker.

Spenden: So geht's

Spenden sind möglich per Banküberweisung an „Unsere Hilfe zählt“, Konto 842 842 bei der Kreissparkasse Heidenheim (BLZ 632 500 30). Im Verwendungszweck bitte die Nummer 13268 angeben.

Online: Auf der Internetseite www.unsere-hilfe-zählt.de Projekt auswählen, den Spendenknopf anklicken und die abgefragten Daten eingeben. Jede Spende wird zu 100 Prozent weitergeleitet, die Kreissparkasse Heidenheim trägt sämtliche Transaktionskosten.