Sanierung Schmutzige Schuhe sollen der Vergangeheit angehören

Vor allem bei schlechtem Wetter für die Besucher und Gäste unangenehm: der Parkplatz hinter der Gemeindehalle in Hohenmemmingen. Je nach Förderung soll er noch dieses oder im kommenden Jahr neu hergerichtet werden.
Vor allem bei schlechtem Wetter für die Besucher und Gäste unangenehm: der Parkplatz hinter der Gemeindehalle in Hohenmemmingen. Je nach Förderung soll er noch dieses oder im kommenden Jahr neu hergerichtet werden. © Foto: Dieter Reichl
Dieter Reichl 07.06.2013
Auch bei Regenwetter sollen die Schuhe der Besucher der Gemeindehalle in Kürze sauber bleiben: dieses oder nächstes Jahr – wenn Fördermittel des Landes fließen – wird der Parkplatz mit 40 Stellplätzen neu hergerichtet.

Die Stadträte aus dem Teilort hatten es seit Jahren auf der Wunschliste, dass der geschotterte Parkplatz gerichtet wird. Und haben deshalb bei der Beratung zum aktuellen Haushaltsplan darauf gedrängt, dass Geld zur Sanierung dieser Fläche eingestellt wird. Auf einen regelrechten „Wildwuchs“ bei der Parksituation hatte Stadtrat Wilhelm Oszfolk (SPD) hingewiesen, während sein Kollege Bernd Teufel (CDU) sagte, dass es sich bei der Gemeindehalle um eine Mehrzweckhalle und keine reine Sporthalle handle, weshalb zu Veranstaltungen auch Besucher mit feinem Schuhwerk kämen. Auch die Vereine im Ort würden eine Verbesserung der Situation begrüßen. Es wurde im vergangenen Dezember also mehrheitlich beschlossen, 10 000 Euro in den Finanzplan einzustellen, um eine so genannte Tränkdecke aufbringen zu können.

Zwischenzeitlich hat die Verwaltung geprüft, ob es für den Ausbau der Stellplätze die Möglichkeit einer Förderung durch Landesmittel im Rahmen des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum gibt. In der Tat ist dies der Fall: die Stadt kann für die geplanten Stellplätze als „Einrichtung zur Förderung des Gemeinschaftslebens“ Fördermittel beantragen. Die wurde einstimmig beschlossen. Die Förderung könnte sogar 40 Prozent der Nettokosten betragen.

Die für den Ort erfreuliche Folge wäre, dass gegenüber einer Tränkdecke ein ungleich höherwertiger Parkplatz gebaut werden könnte. Und das mit einer nach Verwaltungsansicht vertretbaren Kostensteigerung.

Um die Förderkonditionen erfüllen zu können, hat die Verwaltung unterdessen eine Entwurfsplanung erstellt, wie der Parkplatz künftig aussehen könnte. Vorgesehen sind demnach 40 Pkw-Stellplätze, davon drei Behindertenparkplätze, und das auf einer Fläche, die auf 350 Quadratmetern asphaltiert und auf 520 Quadratmetern gepflastern sein soll. Als ökologische Komponente ist eine umgebende Bepflanzung mit Hecken und Pflanzbeet geplant. Die vorhandene Beleuchtung soll um zwei Lampen erweitert werden, wobei insgesamt auf Energiesparlampen umgerüstet wird. Es wird von Gesamtkosten in Höhe von 48 000 Euro ausgegangen. Ein Zuschuss in Höhe von 40 Prozent entspräche 17 600 Euro, womit der Stadt ein Eigenanteil in Höhe von rund 26 000 verbliebe, davon je zur Hälfte Material- und Fremdleistungen sowie Bauhofleistungen.

Es bestünde sogar die Möglichkeit einer Förderung in Höhe von 50 Prozent der förderfähigen Kosten, mit entsprechender Verbesserung für den städtischen Eigenanteil. Dafür allerdings muss es gelingen, zehn Prozent der Gesamtkosten im Rahmen einer bürgerschaftlichen Beteiligung nachzuweisen.

Wie auch immer die Höhe der Förderung ausfallen wird: Hohenmemmingen erhält bei seiner Gemeindehalle einen benutzerfreundlichen und optisch ansprechenden Parkplatz. Die Frage ist nur, ob schon in diesem Jahr oder ob erst 2014. Die Sanierung soll erst dann erfolgen, wenn die Fördermittel des Landes verfügbar sind. Bei der Verwaltung ist man vorsichtig: „Rechnen wir mit 2014“, hieß es.