DSL Schleppender Breitbandausbau in Burgberg: SDT.net in der Kritik

Das Internet (hier der Schaltkasten am Friedhof bei Inbetriebnahme 2012) ist nicht so schnell wie es sein sollte: in Burgberg wird gemurrt über den schleppenden Breitbandausbau.
Das Internet (hier der Schaltkasten am Friedhof bei Inbetriebnahme 2012) ist nicht so schnell wie es sein sollte: in Burgberg wird gemurrt über den schleppenden Breitbandausbau. © Foto: Archiv
09.02.2016
Wegen bisher nicht erfüllter Versprechungen des Internetproviders SDT.net, im Teilort Burgberg schnelle DSL-Geschwindigkeiten anzubieten, herrscht dort große Unzufriedenheit.

Die Surfer in Burgberg warten seit über einem Jahr auf das verbesserte Angebot und auf ein angekündigtes, neues Preismodell. Inwieweit der Breitbandanbieter sdt.net überhaupt in der Lage sei, gemachte Zusagen auch im Bereich der Technik einzuhalten, wird bei der Dorfgemeinschaft, die sich schon seit längerer Zeit mit diesem Problem befasst, bezweifelt.

Der Unmut wächst in Burgberg. Ständiges Bohren hätte bisher allerdings keine Verbesserungen für die 320 Bestandskunden gebracht. Die Dorfgemeinschaft Burgberg sieht hier keinen fairen Umgang mit den Mitbürgern. Gesucht wird Unterstützung auch seitens der Stadtverwaltung mit Wirtschaftsförderer Bernd Kocian. Von der Zusage, DSL-Geschwindigkeiten von 50 000 kbit/s bis 100 000 kbit/s zu einem marktüblichen Preis zu erhalten, sind die Burgberger noch meilenweit entfernt. Beklagt werde zum einen, dass Kundenwünsche ignoriert würden, zum anderen die langen Freischalt- und Wartezeiten in der Hotline und mangelnder Service. Bei der Dorfgemeinschaft Burgberg melden sich auch ständig kritische Stimmen sehr unzufriedener Bürger und von Gewerbetreibenden. Über Tage hinweg sei man mit technischen Ausfällen des Telefons und der Internetverbindungen konfrontiert. Bei geschäftlichen Anwendungen entstehe erheblicher Schaden. Den Burgbergern dürfte es auch nur wenig Trost bedeuten, dass auch andernorts Klagen geäußert werden über den schleppenden Breitbandausbau von SDT.net, zuletzt auf der Gerstetter Alb in Heldenfingen.

Wirtschaftsförderer Bernd Kocian im Giengener Rathaus bestätigt, dass sich bei der Stadtverwaltung die Klagen mehren. Aus seiner Sicht sei es unverständlich, dass der Anbieter SDT.net die technischen Voraussetzungen geschaffen haben, um die gewünschten schnelleren Verbindungen anbieten zu können, dies dann aber nicht anbiete. Warum nicht längst ein Preisangebot an die Burgberger Kundschaft erfolgt sei, sei für ihn unverständlich und auch aus Sicht der Stadtverwaltung ärgerlich. Vom Provider habe er erfahren, dass die Technik zwar installiert sei, auf die Nachfrage, warum noch keine Angebote an die Kundschaft erfolgten, sei ihm per mail dann lediglich mitgeteilt worden, man sei noch nicht so weit.

Einer Mitbürgerin aus Burgberg, die ebenfalls zum Anbieter aus Aalen wechseln wollte, sei es nicht gelungen, über die Hotline das Unternehmen zu erreichen, um dort noch offene Fragen klären zu können. „Die Erreichbarkeit scheint ein großes Problem zu sein.“ Auch ein solches Geschäftsgebaren, so Kocian, sei nur schwer verständlich, schließlich vergraule man damit die Kundschaft.

Die Stadt Giengen allerdings, so Wirtschaftsförderer Kocian, könne letztlich nicht viel machen, denn man sei kein Netzinhaber, „Wir können nur immer wieder nachhaken.“