Giengen Sanierung der Kaltenburg: Schildmauer im Juli fertig

Das riesige Gerüst ist bereits geschrumpft, noch im Juli wird die Sanierung der westlichen Schildmauer der Kaltenburg fertig.
Das riesige Gerüst ist bereits geschrumpft, noch im Juli wird die Sanierung der westlichen Schildmauer der Kaltenburg fertig. © Foto: Dieter Reichl
Giengen / Dieter Reichl 12.07.2018
Der zweite Sanierungsabschnitt schreitet voran. Ein Festakt zur Verleihung des Bürgerpreises findet im Oktober statt.

Der obere Teil des riesigen Gerüsts im Westteil der Burg ist bereits wieder abgebaut, die Sanierung der dortigen Schildmauer kann im Juli abgeschlossen werden. Dies berichtet die Interessengemeinschaft (IG) Kaltenburg in ihrer jüngsten Veröffentlichung, dem „Kaltenburger Herold“. Dieser zweite Bauabschnitt war wegen starker Einsturzgefahr dieses Gebäudeteils notwendig geworden, er hat sich deswegen relativ schnell an den ersten Bauabschnitt, der Sanierung der Ostmauer, angeschlossen.

Zwar habe es bei der Frage der Umsetzung der Sanierung mit der Denkmalpflege „einige heftige Diskussionen“ gegeben, berichtet die Interessengemeinschaft, bei der Bauabnahme Ende Juni habe es aber seitens der Bauleitung wie auch des Vorstandes der IG nur Lob gegeben über die Qualität der Ausführung. Mehrkosten seien entstanden bei der Verfüllung des porösen Mauerwerks, man habe deutlich mehr Füllmaterial benötigt als geplant. Es wird gehofft, dass diese entstandenen Mehrkosten an anderer Stelle eingespart werden können. Zum Jahresende wird rund eine Million Euro in die Sanierung der Burg geflossen sein.

Freude über Bürgerpreis

Ansonsten ist nach wie vor die Freude groß, dass die Interessengemeinschaft durch die Denkmalstiftung zum einen eine Zuwendung in Höhe von 100 000 Euro erhalten hat und in diesem Jahr mit dem Bürgerpreis 2018 gewürdigt wird. Dieser steht unter dem Motto „Bürger retten Denkmale“ und ehrt herausragendes ehrenamtliches Engagement. Ein Festakt aus diesem Anlass ist am 22. Oktober in der Hürbetalhalle vorgesehen.

Weitere Sanierungspläne neben der zum zweiten Abschnitt zählenden Mauer des Wohngebäudes sowie des Torbogens am Westeingang zur Burg gibt es für den Südturm: Dort soll noch in diesem Jahr damit begonnen werden, Fenster einzubauen. Diese Maßnahme soll im Rahmen des europäischen Förderprogramms Leader laufen und bezuschusst werden. Gerechnet wird mit Kosten von rund 18 500Euro, ein Drittel davon wird als Zuschuss erhofft.

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