Kirche Sanierung beendet: Saal unter der Marienkirche wird wieder genutzt

Freuen sich über den renovierten Mariensaal: (von links) Eugen Hügler, Dr. Gregor Polifke, Pfarrer Reiner Stadlbauer und Jugendreferent Robert Werner.
Freuen sich über den renovierten Mariensaal: (von links) Eugen Hügler, Dr. Gregor Polifke, Pfarrer Reiner Stadlbauer und Jugendreferent Robert Werner. © Foto: Rudolf Boemer
Giengen / Rudolf Boemer 02.01.2018
Der sanierte Saal unter der Marienkirche wurde am letzten Tag des Jahres 2017 wieder seiner Bestimmung übergeben.

Punktgenau am letzten Tag des Jahres 2017 übergab die katholische Kirchengemeinde Giengen den sanierten Saal unter der Marienkirche offiziell seiner Bestimmung. „Aus vielen Überlegungen heraus haben wir einen gelungenen Kompromiss bei der Sanierung des Saales gefunden und diesen dann gemeinsam in die Tat umgesetzt“ freute sich der zweite Vorsitzende des Kirchengemeinderates, Dr. Gregor Polifke. Kolping, Ministranten und Pfadfinder haben in vielen Stunden daran gearbeitet, den Saal zu räumen und beim Ausbau den Handwerkern mit Vor- und Nacharbeiten zu helfen und vieles in Eigenarbeit zu erledigen. Ein besonderer Dank ging an Eugen Hügler und an Mesner Peter Werner, die mit Rat und Tat überaus stark am Werke waren.

Saal war drei Jahre geschlossen

Was war geschehen? Gregor Polifke: „Vor rund drei Jahren musste der Saal geschlossen werden, weil Feuchtigkeit vom Schießberg her eingedrungen war und die Holzverschalung mit Schimmel befallen hatte“. Bei den Planungen zur Beseitigung der Schäden kam hinzu, dass die amtliche Nutzung dem tatsächlichen Bedarf angepasst werden musste und zusätzliche Brandschutzmaßnahmen zu berücksichtigen waren. Zudem wünschten die Pfadfinder einen Lagerraum für die Zelte und das umfangreiche Material, „da das Lager im ehemaligen Kindergarten St. Martin zu räumen war“, so Gregor Polifke.

„Die Trockenlegung der Außenwände und das Neuverputzen stellte sich als kostspielig heraus“, sagte Polifke. Mit Brandschutztüren an allen Ecken, neuen Fenstern, einem zweiten Fluchtweg, neuen Heizkörpern, einer neuen Beleuchtung, einem neuen Boden und einer Zwischenwand zum Lager der Pfadfinder kamen die Gesamtkosten auf rund 120 000 Euro. „Und das, obwohl sehr viel Eigenleistung eingebracht wurde,“ so Polifke.

Nun macht der Saal mit grünem Bodenbelag, einer gespendeten neuwertigen Küchenzeile und den Möbeln einen sehr wohnlichen Eindruck. Die Jugend, aber auch andere Gruppen der Gemeinde werden den Raum künftig mit Leben füllen. Pfarrer Reiner Stadlbauer zeigte sich erfreut über die gelungene Sanierung und nahm die Segnung der Räume vor.

Die Einweihung des Mariensaales nahm Jugendreferent Robert Werner zum Anlass, sich als Ehrenamtskoordinator in der Seelsorgeeinheit Unteres Brenztal vorzustellen. „Ich freue mich, dass die Kirchengemeinderäte mir die Stelle anvertraut haben“, so Robert Werner. Die Stelle mit einem Umfang von 50 Prozent einer Vollzeitstelle wird von der Diözese Rottenburg-Stuttgart finanziert und ist vorerst auf fünf Jahre befristet. Anstellungsträger ist die katholische Kirchengemeinde Giengen.

Neue Stelle für das Ehrenamt

Zu den Aufgaben als Ehrenamtskoordinator gehören die Begleitung und Förderung aller ehrenamtlichen Mitarbeiter, das Erarbeiten von Initiativen zur Gewinnung von neuen ehrenamtlich Engagierten, der Auf- und Ausbau eines ehrenamtlichen Netzwerkes im gesamten öffentlichen Raum der Seelsorgeeinheit. Der Stelleninhaber sorgt darüber hinaus für eine angemessene Wertschätzungs- und Anerkennungskultur.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel