Dieter Reichl  Uhr
Die Vorbereitungen sind in vollem Gange: Ende Mai will das Rote Kreuz in der Giengener Marktstraße und damit in zentraler Lage einen Kleiderladen für Bedürftige eröffnen. Ehrenamtliche Mitarbeiter sind gesucht.

Es gibt bereits eine Kleiderkammer in Heidenheim in der Schlosshaustraße, in der Bedürftige und Mittellose Kleidung für wenig Geld kaufen können. Diese Kammer soll es weiter geben, der Schwerpunkt dieses sozialen Projekts verlagert sich jetzt allerdings nach Giengen. Derzeit wird der künftige Laden in der Marktstraße eingerichtet und Ende Mai eröffnet. Wieviele Stunden und an welchen Tagen er geöffnet werden kann, hängt von der Bereitschaft zur ehrenamtlichen Mitarbeit ab.

Warum Giengen, das stellte jetzt DRK-Kreisgeschäftsführerin Karen Warnecke-Gehrhardt heraus, die gemeinsam mit Karin Wörner (Vorstandsmitglied und Arbeitskreis Kleiderladen), Christine Marianek (Leiterin Sozialarbeit) und Evi Lattermann (Sozialmanagement-Studentin an der Dualen Hochschule) das Projekt vorstellte: in Giengen gebe es neben Heidenheim zahlreiche Hartz-IV-Empfänger und zudem keine Hilfsorganisation in diesem Bereich eines Kleiderladens.

Bewusst will man mit dem neuen Laden nicht verschämt in einer Nebenstraße auftreten, sondern mitten im öffentlichen Leben, und setzt darauf, dass sich die Schwellenangst der Kundschaft in Grenzen hält. Das jetzt gefundene Ladenlokal, bequem zu erreichen und ebenerdig, wird als ideal angesehen. Zumal man sich nicht als reines Geschäft für Bedürftige sieht, sondern als Secondhand-Laden für alle Schnäppchenjäger und damit auch für Alleinerziehende, Rentner, Auszubildende oder Jugendliche mit wenig Geld. Wer bedürftig ist und dies etwa durch die Einhornkarte nachweist, erhält auf den ausgezeichneten Preis nochmal 50 Prozent Vergünstigung. „Wir wollen den wirtschaftlich Hilfsbedürftigen gerecht werden“, so die DRK-Kreisgeschäftsführerin.

Das Angebot, das Kinder-, Damen- und Herrenbekleidung umfasst, ist natürlich abhängig von den eingehenden Kleiderspenden. Es soll versucht werden, das Warenangebot auf die Nachfrage abzustimmen. Teile, die nicht laufen, wandern in die Kleiderkammer nach Heidenheim. Keinesfalls sieht man sich als Konkurrenz zum bestehenden Kleidungsangebot in der Stadt, sondern als Ergänzung.

Angestrebt ist eine Öffnungszeit an zunächst drei bis vier Tagen in der Woche (Mittwoch bis Freitag von 10 bis 18 Uhr, Samstag von 9 bis 12 Uhr). „Die Öffnungszeiten hängen davon ab, wieviele ehrenamtliche Mitarbeiter wir haben werden“, so die Sozialmanagement-Studentin Evi Lattermann.

Info Wer Interesse an einer freiwilligen und unentgeltlichen Mitarbeit im DRK-Kleiderladen hat, sei es beim Annehmen der Ware, Sortieren, dem Bedienen der Kunden bis zur Dekoration des Ladens, für den gibt es einen Informationsnachmittag am Donnerstag, 26. April, um 16 Uhr im Kleiderladen, Marktstraße 47. Telefonische Information: 07321.358327 (Evi Lattermann).