Jugend Prinz kommt zu 100 Prozent zurück

Kommt nach seinem Studium in der nächsten Woche wieder zu 100 Prozent nach Giengen zurück und soll auch 2016 finanziell von der Stadt unterstützt werden: Thomas Prinz, Jugendreferent der evangelischen Kirchengemeinde.
Kommt nach seinem Studium in der nächsten Woche wieder zu 100 Prozent nach Giengen zurück und soll auch 2016 finanziell von der Stadt unterstützt werden: Thomas Prinz, Jugendreferent der evangelischen Kirchengemeinde. © Foto: Archiv
Giengen / Marc Hosinner 24.09.2015
GIENGEN. Drei Jahre lang war der Jugendreferent der evangelischen Kirchengemeinde, Thomas Prinz, zum Studium an der Dualen Hochschule und daher nur in den Praxisphasen vor Ort. Im Oktober nimmt er seine Arbeit wieder zu 100 Prozent auf. Die Stadt will die Arbeit des Sozialarbeiters weiter finanziell fördern.

Jugendarbeit in einem sensiblen Milieu: Damit ist die Tätigkeit von Thomas Prinz, der hauptsächlich in der Memminger Wanne, aber auch an der Lina-Hähnle-Schule unterwegs ist, wohl ganz gut umschrieben.

„Thomas Prinz hat sich in den über sechs Jahren seiner Tätigkeit in der Memminger Wanne bei Jung und Alt eine Vertrauensstellung erarbeitet. Seine Arbeit ist durch strukturelle und persönliche Kontakte mit dem Fachgebiet Jugend und Familie der Stadt verknüpft“, so Pfarrer Dr. Joachim Kummer in einem Schreiben an die Stadtverwaltung, in dem es im Kern um die Weiterförderung des Jugendreferenten der evangelischen Kirchengemeinde geht. Die Stelle von Prinz wird zu 50 Prozent von der Kirche bezahlt, den Rest übernehmen zu gleichen Teilen die Stadt Giengen und der Landkreis.

„Die Memminger Wanne ist nach wie vor Zuzugsgebiet von Menschen aus Süd-Osteuropa. Eine integrative Arbeit ist daher notwendig und wird vor Ort von uns geleistet. Mit dem Angebot der offenen Jugendarbeit wird unter anderem mit dazu beigetragen, dass die entstandene soziale Infrastruktur beibehalten, gestärkt und ausgebaut werden kann“, so Kummer.

Zentrales Anliegen von Prinz sei es, die eigene Tätigkeit mit anderen Angeboten in der Stadt zu vernetzen. Darüber hinaus sei er in Kontakt und fachlichem Austausch mit dem neu eingesetzten Jugendreferenten des Landkreises, Harald Wirth.

In wenigen Tagen wird Prinz sein Studium mit dem Titel Bachelor of Arts für Soziale Arbeit abgeschlossen haben und der Gemeinde wieder zu 100 Prozent zur Verfügung stehen – über 2015 hinaus, sofern der Landkreis seinen Teil der Finanzierung beisteuert.

Die Mitglieder des Verwaltungsausschusses haben in der jüngsten Sitzung jedenfalls grünes Licht gegeben. 2016 sollen knapp 15 000 Euro zur Finanzierung der Personalkosten des Jugendreferenten fließen.

„Die Arbeit von Thomas Prinz ist von großem Wert, wichtig und gut“, sagte Oberbürgermeister Gerrit Elser über Prinz, der beispielsweise bei offenen Treffs, Ferienprogrammen, Freizeiten und Festen im Einsatz ist, den Jugendlichen aber auch Alltagshilfen zukommen lässt.

„Das ist eine erfolgreiche wie auch segensreiche Arbeit. Diesen Zuschuss können wir ohne Zögern tätigen“, so Rubens Link, Fraktionsvorsitzender der Unabhängigen und Grünen. „Die Weiterförderung ist keine Frage“, so Franz Heger für die Fraktion der CDU. Gaby Streicher, Fraktionsvorsitzende der SPD, war gleichfalls überzeugt: „Wir halten die Arbeit von Thomas Prinz für wichtig und gut.“

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