Giengen Neuer Rathausplatz: Das ist der weitere Zeitplan

Ab Herbst 2019 soll der Rathausplatz bei Kosten von rund 900 000 Euro umgestaltet werden. Im Mai 2020 soll er fertiggestellt sein. Das Bild zeigt den Entwurf des Planungsbüros, für den sich der Gemeinderat mehrheitlich entschieden hat.
Ab Herbst 2019 soll der Rathausplatz bei Kosten von rund 900 000 Euro umgestaltet werden. Im Mai 2020 soll er fertiggestellt sein. Das Bild zeigt den Entwurf des Planungsbüros, für den sich der Gemeinderat mehrheitlich entschieden hat. © Foto: Gresz/Kaiser
Giengen / Dieter Reichl 16.08.2018
Baubeginn im Stadtzentrum ist für den September in einem Jahr vorgesehen. Der jetzt vergebene Planungsauftrag umfasst auch die Oberflächen in der Fußgängerzone.

Ein gutes Jahr wird noch verstreichen, bevor der Baubeginn für den neu gestalteten Platz vor dem Rathaus erfolgt. Im September 2019 soll es losgehen.

Bis dahin wird allerdings nicht Däumchen gedreht, sondern vor der Sommerpause wurde durch den Gemeinderat noch der Planungsauftrag für den Platzbereich sowie für die Erneuerung der Oberflächen der mittleren Marktstraße vergeben. Diesen Auftrag bei einer Vergabesumme von rund 247 000 Euro erhielt das Landschaftsarchitekturbüro aus Ulm, das auch beim Architektenwettbewerb mit seinem Entwurf zur Umgestaltung des Platzes die Mehrheit des Gemeinderats überzeugte.

Insgesamt 1,4 Millionen Euro

An Baukosten werden für den Rathausplatz Bruttobaukosten in Höhe von rund 900 000 Euro erwartet, für die mittlere Marktstraße einschließlich Lichttechnik rund 510 000 Euro, insgesamt also rund 1,4 Millionen Euro.

Die Beauftragung an den Planer soll stufenweise erfolgen, zunächst im ersten Schritt mit Leistungen bis zur Entwurfsplanung. Die weitere Beauftragung setzt dann einen Baubeschluss seitens des Gemeinderats voraus.

Sowohl der Platz vorm Rathaus wie auch die mittlere Marktstraße liegen im Sanierungsgebiet Stadtmitte, das Vorhaben ist im Rahmen der Städtebauförderung förderfähig. Im Haushaltsplan stehen ausreichend Mittel zur Verfügung. Wie die Stadtverwaltung berichtet, drängt unterdessen auch das Regierungspräsidium darauf, die seit 2012 zugesagten Städtebaufördermittel nunmehr zügig in Anspruch zu nehmen. Beklagt wurde der bisherige schwache Abfluss von Fördermitteln im Sanierungsgebiet Stadtmitte.

Der Zeitplan für Rathausplatz und Fußgängerzone, der seitens der Verwaltung als sehr ehrgeizig bezeichnet wird, sieht nach Planung und Beschluss im Gemeinderat im Oktober 2018 die Ausschreibung und Vergabe der Arbeiten für Mai 2019 vor.

Im Herbst 2019 geht's los

Baubeginn für den Rathausplatz soll der September 2019 und die Fertigstellung im Mai 2020 sein. So können den kommenden Sommer über dort weiter Veranstaltungen stattfinden. Als Baubeginn für die Fußgängerzone ist der Mai 2020 und die Fertigstellung im Oktober 2020 vorgesehen.

Mit diesem zeitlichen Ablauf, so argumentiert die Verwaltung, könne in der Fußgängerzone ein Baustellenbetrieb im Winter vermieden werden. Im Winter unvermeidliche Beeinträchtigungen werden im Fall des Rathausplatzes als weniger problematisch betrachtet, weil dort deutlich weniger Ladengeschäfte unmittelbar betroffen sind. Ausdrücklich betont die Verwaltung, dass die Beeinträchtigungen für alle Anlieger und Geschäftsleute auf ein Minimum beschränkt bleiben sollen.

Große Erwartungen

Im Sommerinterview hatte Oberbürgermeister Dieter Henle betont, dass er in die Umgestaltung des Rathausplatzes große Erwartungen setzt und die teure Investition gerechtfertigt ist. Unter den Bürgern hatte es auch Stimmen gegeben, wonach die Umgestaltung im geplanten Umfang überflüssig sei. Das sieht der Rathauschef anders.

„Wir wollen Attraktivität und Aufenthaltsqualität schaffen. Alles was Frequenz in die Innenstadt bringt, ist ein guter Baustein. Wir wollen ein Ausrufezeichen setzen“, sagte er. Auf dem Platz sollen sich die Menschen treffen und das Leben pulsieren. Er zeigt sich überzeugt, dass die Bürger den Platz annehmen werden. Der Entwurf, für den sich der Gemeinderat entscheiden hat, halte zudem viel Fläche für Veranstaltungen vor. Henle: „Ich bin sicher: Das wird gut werden.“

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