Giengen Ost-Oldtimer: Ausfahrt ohne jegliche Panne

Giengen / Dieter Reichl 01.10.2018
Trabant, Wartburg, Barkas: Rund 15 Fahrzeuge ostdeutscher Produktion rollten rund um Giengen.

Offenbar sind sie gut in Schuss: die 15 zum Teil recht betagten Fahrzeuge aus ostdeutscher Produktion, die am Samstag von der Firma Steiff aus in die bayrische Nachbarschaft und dann über Niederstotzingen und das Lonetal zum Höhlenhaus in Hürben fuhren, absolvierten den Ausflug ohne jegliche Panne.

Zum Stelldichein der Trabbis, Wartburgs und Barkas hatte der Giengener Stephen Mutschler eingeladen, Mitglied des Oldtimerclubs für Fahrzeuge aus ostdeutscher Produktion, der den Namen Interessengemeinschaft Wartburg, Trabant, Barkas trägt. Die Mitglieder des 1985 gegründeten Clubs widmen sich dem Erhalt und der Pflege dieser Fahrzeuge aus dem ehemaligen IFA-Kombinat und hielten erstmals in Giengen ihre Jahresversammlung ab.

Irgendwo in Deutschland

Den in ganz Deutschland verstreuten Vereinsmitgliedern hat es im Landkreis Heidenheim sehr gut gefallen, natürlich nicht zuletzt aufgrund des schönen herbstlichen Wetters. Eine Besichtigung des Steiff-Museums stand für meisten Teilnehmer ebenso auf dem Programm wie ein Besuch der Charlottenhöhle, als das Ziel der Ausfahrt am Samstag Nachmittag erreicht war.

Die weiteste Anreise hatte das Vereinsmitglied Peter Keil: er lebt in Leer in Ostfriesland und kam mit seinem Fahrzeug die rund 750 Kilometer „auf eigener Achse“ nach Giengen. Nicht jedem Modell wurde dies zugemutet: ein Mitglied aus der Nähe von Berlin hatte seinen Wagen aus dem IFA-Kombinat auf einem Anhänger dabei, rollte dann aber die Lokalrunde auf eigenen vier Rädern problemlos mit.

Die ältesten Fahrzeuge stammten aus der Mitte der 50er-Jahre, die jüngsten aus der Zeit kurz vor Produktionsende 1989/90. Und weil die Ostfahrzeuge durchaus ihre Liebhaber haben, im Lauf der Jahre aber seltener werden, steigt auch ihr Wert. Wer heute einen Trabbi haben möchte, so Stephen Mutschler, müsse schon mit Kosten von rund 5000 Euro rechnen.

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