Hürben Nur der Fassanstich lief beim Höhlenbärenhock nicht glatt

Ein gebrochener Metallring war schuld: beim Fassanstich half am Ende nur noch, das Fass so zu kippen, dass kein weiteres Bier herausfließen konnte. Die Hürbener das milde Wetter vor allem am Samstagabend zum gemütlichen Miteinander  – oder für einen Tanz.
Ein gebrochener Metallring war schuld: beim Fassanstich half am Ende nur noch, das Fass so zu kippen, dass kein weiteres Bier herausfließen konnte. Die Hürbener das milde Wetter vor allem am Samstagabend zum gemütlichen Miteinander – oder für einen Tanz. © Foto: Rudi Weber
Hürben / Mathias Ostertag 30.07.2018

Eingespielt und gut vorbereitet war man auch heuer wieder für den traditionellen Höhlenbärenhock, der rund um die Hürbetalhalle und die Schule aufgebaut worden war. Die vielen fleißigen Hände des gastgebenden TV Hürben, der in diesem Jahr zum nunmehr 36. Mal die Organisation der Veranstaltung übernommen hatte, hatten einmal mehr dafür gesorgt, dass pünktlich zum Fassanstich am Samstagabend alles vorbereitet war für das wichtigste Fest in Giengens zweitkleinstem Teilort.

Doch eben jener Fassanstich ging heuer gründlich daneben: anders als beim Giengener Stadtfest vor einer knappen Wochen, als beim erstmaligen Anstich durch Oberbürgermeister Dieter Henle zwar gleich mehrere Schläge nötig waren, bis der Zapfhahn schließlich fest saß, wollte das Ganze in Hürben so gar nicht klappen. Im Gegenteil: nach etlichen Schlägen musste der OB kapitulieren, ein Metallring am Hahn war gebrochen, sodass der Gerstensaft nur so aus dem Bierfass sprudelte und sich über den Vorplatz der Hürbetalhalle ergoss.

Metallring war gebrochen

So blieb Henle und seinen Helfern nichts anderes übrig, als zunächst das Fass auf die Seite zu drehen und den Hahn von oben ins Fass zu drehen. „Der Metallring war so reingebrochen, dass der Hahn gar nicht mehr halten konnte“, sagte Henle im Anschluss, bevor er sich gemeinsam mit einigen Helfern des TV Hürben und den Stadträtinnen Monika Albrecht-Groß und Karin Häßler das erste frisch gezapfte Bier schmecken ließ.

Es sollte aber auch der einzige Aufreger an diesem milden Sommerabend bleiben. Neben reichlich Kulinarischem, hatten die Organisatoren für den Samstagabend die Band „Sun'n'Fun“ organisert, die die Besucher mit einer Mischung aus Klassikern und Evergreens sowie typischen Apres-Ski-Hits bis spät in die Nacht genauso unterhielt wie mit verschiedenen Rock-Klassikern.

Und dass der TV Hürben nicht nur seit 36 Jahren erfolgreich ein Dorffest auf die Beine stellen kann, sondern in erster Linie ein Sportverein mit engagierten Mitgliedern ist, bewiesen die vielbeklatschten Vorführungen diverser Gruppen des TV am Samstagabend und ein weiteres Mal am gestrigen Nachmittag.

Routine vieler Helfer

Groß war der Andrang an den Essens- und Getränkeständen angesichts des blendenden Sommerwetters gestern und vor allem auch am Samstagabend, wobei langes Anstehen angesichts der Routine vieler Helfer, die teils seit Jahrzehnten dabei sind, nur selten der Fall war.

Mit einem ökumenischen Gottesdienst startete der zweite Dorffest-Tag am gestrigen Sonntagmorgen, bevor die Musikfreunde Burgberg mit dem anschließenden Frühschoppen quasi direkt zum reichhaltigen Mittagstisch überleiteten. Auch bei Kaffee und Kuchen konnte man es sich nochmal gut gehen lassen, bevor am späten Nachmittag der Hermaringer Musikverein das musikalische Zepter übernahm und die Dorffestgäste bis zum Abend unterhielt.

Denn dieser gehört traditionell dem Start von zwei Heißluftballons, für die im Laufe des Dorffestwochenendes jeweils zwei Freifahrten verlost worden waren. Und da der gestrige Sonntag bei bestem Sonnenschein endete, konnten sich die vier glücklichen Gewinner umso mehr über die Heißluftballonfahrt freuen.

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