Giengen Neues Zuhause für Schmetterling und Co.

Zum Einzug bereit: das neue Hürbener Insektenhotel des OGV.
Zum Einzug bereit: das neue Hürbener Insektenhotel des OGV. © Foto: Christian Thumm
Giengen / Dieter Reichl 28.08.2018
Beim Gartenfest in Hürben wurde auf der Streuobstwiese ein Insektenhotel eingeweiht.

Der Hürbener Obst- und Gartenbauverein feiert 2018 sein 70-jähriges Bestehen, und hat aus diesem Anlass nicht nur erstmals ein Gartenfest auf der Streuobstwiese beim nördlichen Ortseingang im bereich der Giengener Straße und der Seestraße gefeiert, sondern bei dieser Gelegenheit gleich ein selbst gebautes Insektenhotel eingeweiht.

Gespannt auf die Bewohner

Ursprünglich bestand die Idee, ein solches Insektenhotel zu kaufen, berichtet Vereinsvorsitzender Gerhard Boess. Wonach dann aber mehrere Vereinsmitglieder auf die Idee kamen, ein solches selber zu bauen. Über mehrere Wochen hinweg verfolgte ein mehrköpfige Gruppe um Rainer Prechtel dieses Projekt. Jetzt steht es, rund vier Meter hoch und damit kaum zu übersehen, am Rande der Streuobstwiese am Ortseingang, an der Gemeindeverbindungsstraße in Richtung Hermaringen. Jetzt sind die Vereinsmitglieder gespannt, wie das Hotel angenommen wird, und welche Insekten in den kommenden Monaten die Hohlräume in den Hölzern und Steinen beziehen werden.

Dass dieses angesichts dem viel beschriebenen Insektensterben dem Naturschutz dienende Bauwerk am richtigen Fleck steht, davon gehen die Vereinsmitglieder aus. Schließlich ist diese Grünfläche – die einzige größere im Ort entlang der Ortsdurchfahrt, im Frühjahr als bunte Blumenwiese ein wahres Dorado für alle Möglichen Arten von Insekten. Sollten nicht alle „Zimmer“ des Hotels genutzt werden, besteht auch die Möglichkeit eines künftigen Umbaus. Jetzt heißt es zunächst einmal abwarten.

Die Streuobstwiese wurde als Standort fürs Insektenhotel wie auch für das Sommerfest nicht zufällig gewählt. Das Grundstück, rund 2500 Quadratmeter groß, gehört der Stadt und ist an ein Mitglied des Obst- und Gartenbauvereins verpachtet. Es wird dort lediglich gemäht. Um den Baubestand kümmert sich der Obst- und Gartenbauverein seit dem vergangenen Jahr, es wurden auch bereits mehrere morsche Bäume im Rahmen einer Pflanzaktion entfernt und durch neue Obstbäume ersetzt. „Wir wollen die Fläche ein wenig aufwerten“, so Vereinsvorsitzender Boess.

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