Abfall Neues Giengener Wertstoffcenter fast fertig

Betonierungsarbeiten waren in dieser Woche noch zu Gange im neuen Wertstoffcenter. Die Anlage im Ried liegt östlich der Kläranlage und löst ab dem Sommer den beengten Standort in der Schwage ab.
Betonierungsarbeiten waren in dieser Woche noch zu Gange im neuen Wertstoffcenter. Die Anlage im Ried liegt östlich der Kläranlage und löst ab dem Sommer den beengten Standort in der Schwage ab. © Foto: Foto: Dieter Reichl
Dieter Reichl 06.06.2013
Die Wartezeit war lang, aber jetzt steht das neue Wertstoffcenter im Ried kurz vor der Fertigstellung: Im Juli ist die Eröffnung vorgesehen. Künftig kann auch Grünabfall entsorgt werden.

Jetzt hat sich's doch ein bisschen hingezogen mit dem Umzug. Bereits im Oktober hatte sich im Abfallwirtschaftsausschuss abgezeichnet, dass man fürs Giengener Wertstoffzentrum einen neuen Standort anstrebe, nämlich weg von der Schwage und hin ins Ried. Der Abfallwirtschaftsbetrieb hätte sich zunächst zwar vorstellen können, beim seit Jahren genutzten Standort in der Schwage unweit des DRK-Heims zu bleiben, hätte dann aber für sinnvolle Erweiterungen rund 300 bis 600 Quadratmeter vom benachbarten Grundstück der Straßenmeisterei hinzupachten wollen. Weil man aber langfristig planen wollte, das Nachbargrundstück aber nur mit jeweils kurzer Pachtzeit zur Verfügung gestanden hätte, konnte keine Übereinkunft erzielt werden.

Also sah man sich nach einem neuen Grundstück um und legte sich nach einem Vorschlag von Giengener Seite bereits im Herbst 2011 auf den Standort bei der Kläranlage im Ried fest. Dieser wurde auch seitens des Abfallbetriebs als geeignet angesehen, und so wurde das Baugesuch noch im Spätherbst 2011 eingereicht, damit das übliche Genehmigungsverfahren durchlaufen werden konnte. Die eigentliche Bauzeit für ein solches Wertstoffzentrum ist nicht lang, und so hatte man zunächst gehofft, das neue Wertstoffcenter bereits im Frühjahr 2012 fertig zu haben.

Verzögerungen durch langen Winter und miserables Wetter

Dieser Zeitpunkt erwies sich als unrealistisch. Es erwies sich nach Auskunft vom Leiter des Kreisabfallwirtschaftsbetriebs, Franz Bareth, dann doch als schwierig, für die erforderlichen Bauarbeiten eine Baufirma zu bekommen. Es waren Erdarbeiten und Tiefbauarbeiten notwendig, ebenso Leitungsbau, und zudem sollte in größeren Bereichen de Grundstücks eine Schwarzdecke aufgebracht werden. Des weiteren trugen jetzt zuletzt der lange Winter und die miserable Witterung dazu bei, dass erst relativ spät mit den Arbeiten begonnen werden konnte und die Einweihung und Inbetriebnahme aller Voraussicht nach jetzt im Juli erfolgen wird.

Die Arbeiten seien weitgehend abgeschlossen, berichtete Bareth, lediglich Restarbeiten wie etwa eine Umzäunung stünden noch aus.

Dann aber wird den Bürgern ein großzügig dimensioniertes Entsorgungszentrum für Wertstoffe zur Verfügung stehen, und der Standort in der Schwage wird geschlossen. Und auch die Gartenbesitzer werden zufrieden sein: im Gegensatz zur Schwage nämlich, wo dies wegen der beengten Platzverhältnisse nicht möglich war, steht dann auch eine Entsorgungsbox für Grünabfälle zur Verfügung, und es muss nicht länger allein auf Biotonne, die zwei jährlichen Grünmüllabfuhren oder das Entsorgungszentrum in Mergelstetten zurückgegriffen werden – Grünabfall kann dann vor Ort entsorgt werden.

Offen sind nach Auskunft von Claudia Butz, Mitarbeiterin im Kreisabfallwirtschaftsbetrieb, hierbei lediglich noch die Öffnungszeiten – also ob Grünabfall zu den üblichen Nutzungszeiten des Wertstoffcenters angeliefert werden kann, oder ob man andere Öffnungszeiten ansetzt – wie bei den in den Landkreisgemeinden verteilten Grüngutcontainern, wo Grünabfälle jeweils an den Samstagen angeliefert werden können.