Giengen / nazge Kinder halten sich nicht immer an den Geburtstermin – das war in diesem Jahr auch bei den Giengener Störchen nicht anders. Den 10. Mai hatte Storchenexpertin Ute Reinhard vermutet, die drei Küken ließen sich aber noch ein bisschen länger Zeit.

Am wichtigsten aber ist: Sie scheinen gesund und munter zu sein. Der Nachwuchs von den Storcheneltern Lina und Hans ist mittlerweile nicht mehr nackt, weiß Claudius-Michael Klatt vom Tiefbauamt der Stadt.

Die Alttiere würden die Kleinen jetzt regelmäßig füttern und gut auf sie aufpassen. „Als es neulich gehagelt hat, bekam ich Angst. Am nächsten Tag habe ich gleich mit dem Fernglas geschaut, ob alles in Ordnung ist“, erzählt Klatt.

Ein Alttier habe sich aber vermutlich schützend über die Jungen gesetzt, die wohl im Nest geblieben sind. Namen bekommen die drei übrigens nicht. „Da würden wir nicht mehr durchblicken“, scherzt Klatt.

Ende nächster Woche werden die Küken von Ute Reinhard beringt. Danach sind sie, so vermutet es Klatt, noch bis ungefähr Ende August auf dem Giengener Rathausdach. „Sie hauen schon vor den Alttieren ab“, weiß der Giengener Storchenbeauftragte.