Giengen Mit Giengener Schülern über Pressefreiheit diskutiert

Karnik Gregorian war zum Tag der Pressefreiheit an seiner ehemaligen Schule, dem Margarete-Steiff-Gymnasium.
Karnik Gregorian war zum Tag der Pressefreiheit an seiner ehemaligen Schule, dem Margarete-Steiff-Gymnasium. © Foto: Sabrina Balzer
Giengen / Kathrin Schuler 06.05.2018
Der aus Giengen stammende Journalist Karnik Gregorian, Absolvent der Deutschen Journalistenschule in München, sprach am Margarete-Steiff-Gymnasium über seine Arbeit.

Wie arbeiten eigentlich Journalisten und was macht gute Inhalte aus? Darüber sprach der freie Journalist, Dokumentarfilmer und Theatermacher Karnik Gregorian im Rahmen eines Projekts der Deutschen Journalistenschule München mit Schülern des Margarete-Steiff-Gymnasiums.

Recherchieren, Quellen befragen, schreiben und redigieren: „Hinter einem Artikel steckt vieles – aber nicht der Anruf von Angela Merkel, wie manche sich das so gerne ausmalen“, so Gregorian, der selbst sein Abitur am MSG gemacht hat.

In Zeiten von „Fake News“, die sich besonders auf sozialen Medien verbreiteten, sei es umso wichtiger, auch als Privatperson Nachrichten und ihre Herkunft zu hinterfragen und vor allem: selbst nachzudenken.

Herkunft, Haltbarkeit, Inhalt

Aber woran erkennt man gute Inhalte? „Es ist eigentlich dasselbe wie bei Joghurt: Es geht um die Herkunft, das Haltbarkeitsdatum und die Inhaltsstoffe“, erklärte der freie Journalist den Schüler der Klassenstufen 9 bis 11. Nur wenn Quellen kenntlich gemacht, die Nachricht aktuell und sprachlich seriös sei, könne man den Inhalten trauen.

Gregorian ging auch auf ein Beispiel aus Giengen ein: Dabei ging es um ein Hausverbot für die Bühlschüler im Rewe-Markt, das vom Filialleiter zunächst ausgesprochen, dann jedoch vom Inhaber wieder zurückgenommen worden war.

„In jedem Artikel titelt die HZ anders. Aber es geht darum, dass sauber gearbeitet wurde“, so Gregorian. Denn: Man habe beide Seiten zu Wort kommen lassen.

Initiiert wurde das Projekt der Journalistenschule anlässlich des Tages der Pressefreiheit: Über 100 ehemalige Journalistenschüler besuchten ihre früheren Schulen und sprachen über ihren Beruf . „So hat man einen ganz persönlichen Bezug“, meinte Gregorian. Ihm sei es wichtig, den Schülern Kompetenzen zu vermitteln: „Es geht darum, nicht alles zu glauben, was man liest. Sondern den eigenen Kopf einzuschalten.“

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