Giengen Neuer Rekord bei der Giengener Berufsbörse

Giengen / Nadine Rau 14.06.2018
Bei der Informationsbörse in der Stadthalle konnten Schüler und Eltern Betriebe sowie Schulen an 58 Informationsständen kennenlernen – auf sehr angenehme Weise.

Kugelschreiber – wer eine Messe besucht, hat mindestens 100 Stück davon in seiner Tasche, wenn er alle Stände durch hat. So auch bei der Berufsinformationsbörse in der Walter-Schmid-Halle, mittlerweile ist es die 15. Auflage, bei der sich Schüler über ihre Zukunft nach der Schule ein Bild machen konnten.

Doch bei Kugelschreibern war bei den mehr als 50 Ausstellern lange nicht Schluss. Es gab Brezeln von Gnaier, man konnte es sich bei den Johannitern in einem Liegestuhl bequem machen, bei einer Tombola teilnehmen – oder bei der Firma Ziegler mittels einer technisierten Brille die Fahrt in einem Flugfeldlöschfahrzeug erleben.

Brezeln, Liegestuhl, Virtual Reality

So dürfte es den Schülern zumindest leichter gefallen sein, sich mit dem großen und wohl unangenehmen Thema Zukunft auseinanderzusetzen. Wo kann ich Praktikant werden? Was für einen Schnitt brauche ich für die Ausbildung, die mir Spaß machen würde?

Welche Fähigkeiten muss ich für meinen Traumberuf mitbringen? Die Schüler trauten sich an die Stände heran und bekamen Antworten auf ihre Fragen. Und das nicht nur, weil es ein Großteil der Jugendlichen von der Schule auferlegt bekommen hat, sich mindestens über drei Berufe Notizen zu machen.

Direkten Kontakt suchen

„Meine Tochter sucht für nächstes Jahr einen Praktikumsplatz und wollte sich über kaufmännische Berufe informieren. Sie hat mit vielen Ausstellern gesprochen und ich hätte nicht gedacht, dass wir so lange hier sind“, erzählt die Mama einer Schüler aus der achten Klasse der Realschule.

Genau so ist die Messe auch gedacht. „Je offener wir hier miteinander umgehen, desto produktiver ist die Infobörse“, ermutigte Oberbürgermeister Dieter Henle die Schüler zu direkten Gesprächen.

Persönliches Gespräch wichtig

Auch Wolfgang Fetzer von der Agendagruppe „Giengener Betriebe an Schulen“ betonte, dass die persönlichen Gespräche im Vordergrund stehen. Die Agendagruppe ermöglicht jedes Jahr die Börse, die anfangs in Klassenräumen stattgefunden hat. „Langsam wird auch der große Saal der Halle zu klein“, sagte Henle im Hinblick auf die Aussteller an den 58 Informationsständen, die über 84 Ausbildungsberufe Auskunft gaben.

Und bei Ausbildungsbetrieben aus jedweder Branche hörte es nicht auf: Auch die Hochschulen aus der Nähe, die weiterführenden Schulen aus dem Kreis Heidenheim oder das Jobcenter waren auf der Börse vertreten. Auf einem schwarzen Brett waren zudem freie Stellen für den Herbst ausgehängt.

Flyer extra für Männer

Auch wenn die meisten Berufe sowohl für Männer als auch für Frauen geeignet wären, gingen die Jungs doch zielstrebiger in Richtung Technik, wovor die Mädchen eher Halt machten. Die Aussteller versuchen bereits, dem entgegenzuwirken: Beim Stand der evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik in Herbrechtingen etwa lag ein Flyer extra für Männer.

Und manche Berufe scheinen sich dann doch von selbst zu verkaufen: Der Tisch bei der Polizei war von einer Mädchengruppe nach der anderen umringt.

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