Hürben / Dieter Reichl  Uhr
Die Sanierung der Kaltenburg wird für die dort engagierte Interessengemeinschaft ein auch finanzieller Kraftakt. Ein Scherflein dazu beitragen will auch der Reservisten-Musikzug 28 aus Ulm, der am Samstag, 16. April, ab 19 Uhr, zum zweiten Mal bereits ein Benefizkonzert in der Hürbetal-Halle geben wird.

Die Ulmer Musiker waren bereits im vergangenen Jahr in Hürben und kommen auch gerne wieder, wie Leiter des Musikzugs, Oberfeldwebel d.R. Robert Roth betont. Von den rund 170 Besuchern damals sei man sehr freundlich empfangen worden, berichtet er. Deswegen habe man bei der erneuerten Anfrage spontan wieder zugesagt. Und das kostenfrei für den Hürbener Verein.

Mitglied im Musikzug und gleichzeitig auch Mitglied der Interessengemeinschaft Kaltenburg ist der Giengener Gerhard Fetzer – so kam der Kontakt und jetzt der erneute Konzertabend zustande. Keine Selbstverständlichkeit: Der Musikzug selbst mit seinen gut 45 Musikern ist zwar in Ulm beheimatet, hat aber auch Mitglieder, die von relativ weit herkommen, etwa aus Amberg oder aus dem Schwarzwald. Die meisten sind Reservisten der Bundeswehr, aber unter den Männern und Frauen gibt es auch zivile Mitmusiker. Einmal monatlich gibt es einen gemeinsamen Probentag.

Das Hürbener Programm für den 16. April wurde unter der Maßgabe zusammengestellt, anspruchsvoll und unterhaltsam gleichermaßen zu sein, wie Robert Roth betont. Nur ein Stück aus dem Vorjahr – Musik von Udo Jürgens – wird wiederholt, alles andere sind neue Stücke. Mit Militärmärschen wird die Tradition gepflegt, mindestens ein klassisches Stück wird ins Programm aufgenommen Musikzugleiter Roth sagt, er selbst habe eine Schwäche für Polkas, womit auch eine solche nicht fehlt. Kurzum: ein für ein Blasmusikpublikum sicherlich vergnüglicher Abend. Und dies zugunsten der Kaltenburg.

Dort tut sich aktuell auch etwas, wie seitens der Interessengemeinschaft Sprecher Hans Mack berichtet. Zum einen habe man die vor wenigen Wochen angerichteten Schäden so weit beseitigt, dass das zum Hang absichernde und mutwillig abgerissene Geländer wieder befestigt ist. Derzeit wird vom Parkplatz südwestlich unterhalb der Burg ein Schotterweg hoch zur Burg angelegt, auf dem die Baufahrzeuge verkehren können, wenn mit der Sanierung der stark beschädigten Burgmauer begonnen wird.

In vier bis fünf Wochen, so wird geschätzt, ist dieser Weg fertiggestellt. Die Sanierung der Burgmauer ist bekanntermaßen das erste große Projekt der Burgsanierung mit einem Finanzaufwand von mehr als 550 000 Euro.

Eine Planung für diese Maßnahme ist in Auftrag gegeben, so Mack, und Ziel sei es schon, noch in diesem Jahr mit den Arbeiten zu beginnen. Warte man zu lange, bestehe die Gefahr weiterer Schäden am Mauerwerk. Auf Finanzspritzen aus Fördertöpfen wie etwa dem des Denkmalamts wird gesetzt.

Aber jetzt zunächst kommt Unterstützung durch den Reservisten-Musikzug 28 aus Ulm.