Giengen Leerstand im Fachmarktzentrum bald Vergangenheit

Das Fachmarktzentrum im Ried mit deutlich sichtbarem Baumarkt und dem großen Parkplatz aus der Luft: Der ehemalige Lebensmittelmarkt Edeka (rot eingefärbt) steht seit Jahren leer und soll jetzt neu belegt werden.
Das Fachmarktzentrum im Ried mit deutlich sichtbarem Baumarkt und dem großen Parkplatz aus der Luft: Der ehemalige Lebensmittelmarkt Edeka (rot eingefärbt) steht seit Jahren leer und soll jetzt neu belegt werden. © Foto: Geyer Luftbild
Giengen / Von Dieter Reichl 21.07.2018
Jahrelang konnte nach der Aufgabe des Lebensmittelmarkts Edeka ein großer Gebäudeteil im fachmarktzentrum nicht neu belegt werden. Nach einer Umplanung soll sich dies bis Jahresende ändern.

Leerstände sind für eine Stadt ein Ärgernis. Das gilt in Giengen nicht nur für die Innenstadt, sondern auch für das Fachmarktzentrum im Ried. Nach der Eröffnung im Herbst 2008, also vor fast zehn Jahren, war dort auch ein großer Edeka-Lebensmittelmarkt ansässig. Er konnte aber offensichtlich nicht wirtschaftlich erfolgreich geführt werden, nach dreieinhalb Jahren war Schluss. Seither sind 3000 Quadratmeter Verkaufsfläche ungenutzt. Die Hoffnung der Stadt, des Eigentümers und der benachbarten Firmen auf einen neuen Frequenzbringer hat sich bislang nicht erfüllt.

Das soll sich in Kürze ändern. Schon seit längerem steht die Vorstellung im Raum, diese vorhandene Verkaufsfläche in mehrere Einheiten aufzusplitten. Der Eigentümer der Immobilie hat schon 2015 darauf hingewiesen, dass es für die leer stehende Fläche mehrere Interessenten mit unterschiedlichen Sortimenten gibt.

Drei neue Geschäfte

Wie Stadtplaner Günther Ingold in der vergangenen Gemeinderatssitzung mitteilte, sind vom Investor drei verschiedene Handelseinrichtungen neu geplant: die Firma Dänisches Bettenlager mit rund 850 Quadratmetern Verkaufsfläche, die Firma Getränke Göbel mit rund 600 Quadratmetern Verkaufsfläche und die Firma Action, ein so genannter Non-Food-Discounter (also keine Lebensmittel) mit rund 800 Quadratmetern Verkaufsfläche.

Der Stadt ist es wichtig, dass dort keine sogenannten innenstadtrelevanten Sortimente untergebracht werden, die negative Einflüsse auf die Kernstadt haben könnten. Dies ist laut Ingold auf Basis eines Gutachtens gegeben, alle Zeichen stünden auf Grün. Auch der Gewerbe- und Handelsverein stehe dieser neuen Belegung mit dem geplanten Sortiment positiv gegenüber.

Ebenso die Stadt. Es sei „besorgniserregend“, dass dort über Jahre hinweg nichts passiert sei, sagte Ingold. Es sei in jedem Fall sinnvoll und tue gut, dass dort wieder Leben hinein komme und der Leerstand neu belebt werde. Geplant sei die Neubelegung bis Jahresende. Hierfür muss der Bebauungsplan „Marktbereich untere Riedstraße“ geändert werden. Dem Beschlussantrag der Verwaltung mit dem Terminziel viertes Quartal wurde einstimmig zugestimmt.

Straße im Blick behalten

Stadtrat Wilhelm Oszfolk bemerkte abschließend, dass die Zufahrt zum Fachmarktzentrum über die Riedstraße nicht ideal sei, und dass unbedingt die geplante neue Straße von der anderen Seite über die verlängerte Bahnhofstraße dringend im Auge behalten werden müsse. Auch dagegen gab es keine Widersprüche.

Zu diesem Thema hatte sich Oszfolk bereits in der Ausschusssitzung die Woche zuvor geäußert. In Sachen Stadtrandstraße sei es ihm derzeit „viel zu ruhig“. Oberbürgermeister Dieter Henle sagte, es sei nicht immer schlecht, wenn man nichts höre. Beim Land wie bei der Stadt werde das Thema weiter bearbeitet. „Schritt für Schritt geht's voran“, sagte er.

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